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Auch sie wollen den Bienen helfen , fordern dafür aber einen fairen Milchpreis: Die Rottenbucher Landwirte Stefan Loth, A lbrecht Speer, Thomas Strobl und Richard Strobl (v.l.) haben am Freitag das neue BDM-Plakat aufgehängt

Landwirte fordern mehr Unterstützung 

Schutz für die Bienen zu fairem Milchpreis

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Mit einem neuen Plakat des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) machen nun auch  die Landwirte in Rottenbuch auf ihre missliche Lage aufmerksam. Sie fordern: „Bauern brauchen Bienen und faire Preise.“

Rottenbuch – Das neue Plakat des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) hängt seit Freitag an einem Stadel am Milchweg in Rottenbuch. Der Rundweg nahe der Schönegger Käsealm ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das Plakat wird von vielen Spaziergängern wahrgenommen.

Für Bienen kann man viel tun

Man könne viel für die Bienen tun, meint der Rottenbucher Landwirt und BDM-Ortsvorsitzende Thomas Strobl, der das Plakat am Freitag zusammen mit seinem Sohn Richard sowie den Kollegen Stefan Loth und Albrecht Speer aufgehängt hat. Bekanntlich sind die Landwirte in Bayern seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ dazu angehalten, Rückzugsflächen für Insekten zu schaffen. Das gehe aber nur, „wenn man auch einen auskömmlichen Milchpreis hat“, betont der Rottenbucher. „Das große Problem ist die Agrarpolitik, die sich grundlegend ändern muss“, meint Strobl.

Landwirt bräuchte mindestens zehn Cent pro Liter Milch mehr 

34 Cent bekommt der konventionell wirtschaftende Bauer derzeit für einen Liter Milch. Kostendeckend arbeiten kann er mit seinen 50 Milchkühen samt Nachzucht so nicht. „Wir leben von der Substanz“, klagt der Rottenbucher. Mindestens zehn Cent mehr müssten es sein, damit ein wenig Gewinn für die Landwirte herausspringe.

Strobl kämpft auch für andere Grünlandbetriebe

Strobl steht stellvertretend für viele andere Grünlandbetriebe, die nur ein Standbein haben. Wolle man beispielsweise „Ferien auf dem Bauernhof“ anbieten, müsse man vorher enorm investieren, erläutert der Landwirt. Außerdem sei die Gästebewirtung auch nicht jedermanns Sache. „Das muss einem liegen“, so Strobl. Ähnlich sei es mit den Lohnunternehmern, die mit ihren Maschinen auf anderen Höfen aushelfen. Auch sie müssen viel Geld in die Hand nehmen, bevor sie ihren Kollegen zur Seite springen.

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