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Die B 23 an der südlichen Ortseinfahrt von Rottenbuch wird eine Blitzer-Messstelle werden. Bislang kontrollierte die Polizei oft am Campingplatz mit der Laserpistole. 

Es wird geblitzt

Rottenbuch startet Verkehrskontrollen

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Rottenbuch startet seine kommunale Verkehrsüberwachung. Im Mai beginnen die Blitzer an der B 23. Ab Juni geht es Parksündern an den Kragen.

Rottenbuch – Die Gemeinde Rottenbuch leidet unter zwei Verkehrsproblemen: Raser auf der B 23 und Parksünder rund um den Klosterhof. Im Oktober vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat, dagegen vorzugehen: Einstimmig votierte das Gremium dafür, dass der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland sich nicht nur um den Datenschutz der Kommune kümmern soll – sondern auch um die Kontrollen des fließenden und des ruhenden Verkehrs. Jetzt gehen die Kontrolleure des in Bad Tölz sitzenden Verbands an ihre Arbeit. Der Gemeinderat segnete Starttermin und Bereich ab.

Geblitzt wird ab Mitte Mai auf der B 23, wie VG-Geschäftsleiter Peter Vogt mitteilte. Nach einem Ortstermin mit Gemeinde, Verband und Polizei wurden zwei Messstellen ausgesucht – am Campingplatz und im Bereich der Hauptkreuzung. Und zwar in beiden Richtungen. Laut Vogt läuft es auf drei Termine im Monat hinaus, die Verbandskontrolleure werden insgesamt neun Stunden gebucht. „Sie werden auch mal sonntags blitzen“, erklärte Vogt. Das Blitzen ist alleinige Sache des Zweckverbands. Die Ordnungshüter der Schongauer Inspektion sind künftig raus. Vogt: „Die Polizei wird da gar nichts mehr machen.“ Was auch Bürgermeister Markus Bader betonte: „Es gibt nur ein entweder oder.“

Erste Bilanz nach drei Monaten 

Nach drei Monaten wollen die Rottenbucher eine erste Bilanz ziehen. Dann wird über das weitere Ausmaß der Tempokontrollen entschieden. Auch bei der Wahl künftiger Messstellen sei man flexibel, war zu hören.

Zudem will die Gemeinde mit dem Zweckverband einem lästigen Problem Herr werden: Dauerparker, die mit ihren Fahrzeugen die Kurzzeitstellplätze im historischen Ortskern – im Bereich des Cafés und vor der Gaststätte an der Zufahrt zum Rathaus – blockieren. Zwei Stunden sind dort unter Tags per Schild maximal erlaubt. Was jedoch kaum jemanden interessiert, wie der Bürgermeister beim jüngsten Ortstermin selbst erleben musste. „Von 15 Autos hatten zwölf keine Parkscheibe drin liegen“, monierte Bader. „Es hält sich keiner daran.“ Erweitert wird die Kurzzeitparkzone um die Stellflächen vor dem kleinen Supermarkt. Mit Absicht: Es gehe auch darum, die Parkplätze für Geschäftskunden freizuhalten, bekräftigt Bader auf Nachfrage. Start der Parkkontrollen ist laut VG-Geschäftsleiter Vogt im Juni, angedacht sind fünf Stunden im Monat. Eines will Rathauschef Bader übrigens „restriktiv behandeln“: die Ausgabe von bevorrechtigten Anwohner-Parkausweisen.

Seitens des Rathauschefs wurde auch immer wieder betont: Die Kontrollen würden nicht genutzt, um die Gemeindekasse aufzufüllen. „Es geht darum, die Geschwindigkeit zu reduzieren“, hofft Bader gerade bei den Blitzern auf eine erzieherische Maßnahme. Kämmerer Peter Vogt hat denn auch im anstehenden Haushalt lediglich 3000 Euro an Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung eingeplant, die gleiche Summe steht dem als Ausgabe gegenüber. Unvorbereitet werden die Verkehrsteilnehmer auf jeden Fall nicht sein: Die Gemeinde hängt vor dem Start extra Banner mit einem Kontrollhinweis auf.

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