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Der Siegerentwurf: So stellt sich das Büro „LP architektur ZT“ den künftigen Postplatz vor. Der Supermarkt läge an der Straße „Ölberg“ (rechts). Den möglichen Verkehrskreisel an der B23 (vorn links) haben die Planer ebenfalls dargestellt.

Architektenwettbewerb

Supermarkt plus Bank am Postplatz in Rottenbuch: So sieht der Siegerentwurf aus

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Die Gemeinde Rottenbuch macht Ernst mit dem Supermarkt: Der Postplatz wurde bei einem Architektenwettbewerb unter die Lupe genommen. Gewonnen hat ein Büro aus Österreich. Klare Aussage: Platz ist genug auf dem Areal. Die Gemeinde sucht jetzt nach einem Projektentwickler.

Rottenbuch – Das Thema „Nahversorgung“ beschäftigt in Rottenbuch seit geraumer Zeit. Im September 2017 sprach sich eineklare Mehrheit beim Bürgerentscheid für die Ansiedlung eines Supermarkts aus. Im November 2018 geriet das umstrittene Gärtnereigelände vor den Toren des Klosterdorfs aus dem Fokus: Der Postplatz, wo die Raiffeisenbank Steingaden ihr Domizil hat, wurde offiziell ins Spiel gebracht. Die Gemeinde startete einen Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Areals. Die Ergebnisse liegen nun vor, wie Bürgermeister Markus Bader in der Gemeinderatssitzung bekannt gab. Ein Siegerentwurf wurde gekürt: Er stammt vom österreichischen Büro „LP architektur ZT“ aus Altenmarkt/Salzburg. Dieses hat unter anderem MPreis-Märkte konzipiert.

Grundsätzlich hat eine Vorstudie bereits ergeben, dass ein Supermarkt „theoretisch auf dem Postplatz möglich ist“, wie der Rathauschef erinnerte. Am 28. November fand hinter verschlossener Tür die finale Bewertungssitzung für den Planungswettbewerb statt. Am Tisch saßen neben Bader und Gemeinderäten noch der Raiba-Aufsichtsrat – Kommune und Geldinstitut sind die beiden Besitzer der Flächen. Weiterhin in der Jury waren Kreisbau- und Denkmalamt. Die Anlieger seien abends informiert worden, so der Bürgermeister.

Konkrete Details nannte Bader in der Ratssitzung nicht. Bei der Gestaltung des Platzes zeige sich grundsätzlich, „dass man nicht erschlagen wird“. Es gehe nun darum, den Bürgern zu zeigen, „dass es nicht nur machbar, sondern auch sinnhaft ist“, erklärte der Rathauschef im Bezug auf den Supermarkt.

Die Architekten werben derweil auf ihrer Internetseite mit dem ersten Platz: Bei dem Wettbewerb sei ihr Projekt für „eine Nahversorger inklusive Kunden-Servicecenter für eine Bank“ zur weiteren Bearbeitung ausgewählt worden. Das Konzept sieht laut Büro einen „einfachen, langgestreckten Baukörper mit charakteristischem, ortspezifischen Satteldach und einen untergeordneten Nebenbaukörper“ vor. Die Ausrichtung der beiden Gebäude „fasst den Postplatz neu und öffnet sich großzügig zum Vorplatz“, heißt es von den im Pongau beheimateten Planern.

Platz für Markt mit 900 Quadratmeter Verkaufsfläche

Auf Nachfrage erklärt Rottenbuchs Bürgermeister, dass der Postplatz von den Dimensionen passen würde. Es sei Platz für einen Markt mit circa 900 Quadratmetern Verkaufsfläche – bei dieser Größenordnung gehe man von einem Vollsortimenter aus. Auch genügend Parkplätze könnten untergebracht werden. Dazu kommt laut Bader vor allem „die zentrale und verkehrsgünstige Lage“ und dass für den Bau keine freien Flächen versiegelt werden müssen.

Im Dezember hatte sich der Gemeinderat in seiner Klausur auf das Vorgehen verständigt: Die Postplatz-Pläne werden im Januar der Öffentlichkeit präsentiert. Sie hängen für „mehrere Wochen“ im Rathaus aus, wie der Bürgermeister ankündigt. Die Verwaltung ist praktischerweise im Vorfeld der Kommunalwahl länger geöffnet. Bader arbeitet jetzt eine Liste an Interessenten für die Supermarkt-Investition ab. „Es muss ja jemand bauen und vermieten.“

Feneberg als Investor im Gespräch

Beim Gärtnereigelände war über einen Projektentwickler noch die Edeka-Kette im Spiel gewesen. Für den Postplatz steht der Name Feneberg im Raum. Bader will die Liste „bis Mitte, Ende Januar“ abfragen.

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