Polizist schießt auf Mann, der mit Axt auf ihn losgeht

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Wieder vereint Georg Angerer will den VW-Bus wieder richtig schick machen.

Im Internet wiedergefunden

Alte Bulli-Liebe: Rottenbucher kauft VW-Bus zurück

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Rottenbuch - Die große Liebe sorgt für Herzklopfen, schwitzige Hände. Georg Angerer bekommt solche Gefühle, wenn er seine Oldtimer betrachtet. Jetzt ist einer dazugekommen. Ein Bulli. Zu dem hat Angerer einen besonderen Draht. Denn ihn hat er schon einmal hergerichtet. Jetzt, nach genau sieben Jahren, hat er den Bus im Internet wiedergefunden. Und gekauft.

„Alte Liebe rostet nicht“, heißt ein altes Sprichwort. Im Falle von Georg Angerer und seinem Bulli vielleicht ein bisschen. Aber gar nicht schlimm. Die Flamme der Leidenschaft lodert noch im verflixten siebten Jahr. So sehr, dass Angerer alles daran gesetzt hat, den VW-Bus wiederzubekommen. Trotz einiger Macken. So wie es in der Liebe nunmal ist. 150 000 Kilometer mehr hat der orange Bus auf dem Tacho, ein paar Lackschäden und Kratzer. Doch das Innenleben, ja das ist genau wie damals. Wenn der Autohaus-Inhaber Georg Angerer den alten Bulli so anschaut, glänzen seine Augen, Erinnerungen werden wach.

Vor genau sieben Jahren erwirbt er den Wagen von den Schwestern des ehemaligen Rottenbucher Auxiliums, um ihn zu verkaufen. Erstzulassung war 1990. „Damals wurden mit dem Fahrzeug Ausflüge gemacht“, so Angerer. Als der Bulli nicht mehr gebraucht wird, richtet ihn der Fachmann her. In liebevoller Kleinstarbeit. Stellt ihn auf dem Gelände ab. „Eigentlich wollte ich ihn behalten“, gibt er zu. Doch beim Vorbeifahren ist der Bus einem Garmischer aufgefallen, „der ihn unbedingt haben wollte“, erzählt er. Schweren Herzens habe er ihn halt doch hergegeben. „Anschließend hab’ ich ihn einmal fahren sehen und mich gefreut, dass er noch so gut geht. Dann habe ich nie wieder etwas gehört.“

Am Fohlenhof-Aufkleber wiedererkannt

Bis zu dem Tag, als ihn einer seiner Mechaniker im Internet wiederentdeckt. „Der hat gesagt: ,Du, da ist unser Aufkleber drauf!‘“ In Windeseile sind die Verkaufsunterlagen aus dem Speicher geholt und schnell steht fest: Es handelt sich um den selben Wagen von damals. An den Mann gebracht werden soll er von einem Vermittler aus Dachau. Georg Angerer wählt die Nummer, und wird erstmal enttäuscht. Das Auto ist schon einem Interessenten aus Hamburg versprochen. Doch ganz aufgeben will der Oldtimer-Liebhaber nicht. „Es war so ein nettes Gespräch. Schließlich habe ich den Bulli doch bekommen“, strahlt Angerer. Schon am Tag darauf tuckert er in Begleitung seines achtjährigen Sohns nach Dachau, mit einem Hänger wird der Bulli zurück auf den Fohlenhof transportiert.

Und hier wartet er nun darauf, wieder so richtig fit gemacht zu werden. „Oldtimer sind mein Hobby“, gibt Angerer zu. Schon als Jugendlicher habe er mit 16 Jahren ein Käfer Cabriolet restauriert – und mit 18 saß er dann am Steuer. Seine Leidenschaft hat er mittlerweile zum Beruf gemacht. Denn neben Werkstatt und Verkauf von neueren Wagen hat er sich dem Herrichten von alten Autos verschrieben. „Mir liegt das einfach mehr als das Verkaufen“, sagt Angerer, der vor elf Jahren das Autohaus von seinen Eltern übernommen hat. Die wiederum führten es 32 Jahre lang. Gegründet hat das Unternehmen der Opa im Jahr 1929.

VW-Busse sind im Trend

Erworben hat Angerer den Bulli übrigens fast für den selben Preis,  für den er ihn vor sieben Jahren – komplett restauriert – verkauft hat. „Daran sieht man die Wertsteigerung von solchen Fahrzeugen“, sagt er. Ob der Oldtimer-Freund den VW jetzt noch einmal hergibt, kann er noch nicht sagen. Erst einmal ergänzt er die orange Bus-Familie im Schaufenster. Und wer weiß, vielleicht kommt der Garmischer, der den Wagen einst so dringend haben wollte, zufällig vorbei – und wundert sich.

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