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Bauplätze in Moos: Rund um das Anwesen will die Gemeinde das neue Gebiet „Klosterblick“ ausweisen.

Rottenbucher Neubaugebiet 

„Klosterblick“ in trockenen Tüchern

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Rottenbuch kann mit seinem neuen Baugebiet „Klosterblick“ starten. Der Bebauungsplan wurde vom Gemeinderat endgültig abgesegnet. Entstehen sollen 20 Bauplätze. Jetzt werden die Planer gesucht.

Rottenbuch – Zwei Jahre hat es gedauert, nun ist Rottenbuchs neuestes Baugebiet in trockenen Tüchern. 2016 hatte die Gemeinde das 1,43 Hektar große Areal inklusive Anwesen im Ortsteil Moos erworben. Im Oktober 2017 brachte der Gemeinderat den Bebauungsplan einstimmig auf den Weg. Dann ging es ins öffentliche Verfahren, in dem sich Behörden und Bürger äußern konnten. In der jüngsten Sitzung behandelte das Gremium die Stellungnahmen letztmals und beschloss ohne Gegenstimme die notwendige Satzung. Damit ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Seinen Namen erhielt das Areal übrigens in einem ungewöhnlichen Verfahren: Rathauschef Markus Bader hatte seine Bürger zum Wettbewerb aufgerufen. Am Ende lagen 25 Vorschläge vor. Die Räte versahen sie in der Januar-Sitzung mit Punkten – „Klosterblick“ siegte.

Bei den jüngsten Stellungnahmen zum Vorhaben zeigte sich: Die größten Sorgen gibt es um die Landwirtschaft nahe dem künftigen Wohngebiet und die im Ortsteil existierenden Gewerbebetriebe. Ersteres berücksichtigt die Gemeinde. So soll mit redaktionellen Hinweisen im Planwerk auf die unmittelbare Nachbarschaft von landwirtschaftlichen Betrieben sowie betriebsbedingter Arbeit und Verkehr von 6 bis 22 Uhr hingewiesen werden. Auch sei mit Weidebetrieb zu rechnen.

Bei zweiterem blieb der Gemeinderat jedoch hart. Die Handwerkskammer für München und Oberbayern befürchtet nämlich eine „schleichende Umwandlung“ des gesamten Ortsteils in ein reines Wohngebiet. Dies habe „negative Konsequenzen“ für das dortige Gewerbe, ließ die Kammer verlauten. Eine Einschränkung der Betriebe sei nicht zu befürchten, machte dagegen Rathauschef Bader klar. Er verwies darauf, dass der überwiegende Teil von Moos eh als Mischgebiet ausgewiesen und damit Gewerbe erlaubt sei. „Klosterblick“ aber ist bewusst als reines Wohngebiet mit Platz ausschließlich für 20 Einfamilien- und Doppelhäusern vorgesehen. „Der Planungswille der Gemeinde ist es, Wohnbaufläche zu schaffen“, heißt es deshalb offiziell seitens der Kommune.

Am Ende ging das Planwerk ohne größere Debatte durch. Der Rathauschef war zufrieden. „Das ist ein wichtiges und großes Projekt“, betonte Bader. „Das ist eine ganz gute Geschichte für Rottenbuch.“ Der Bürgermeister will jetzt Gas geben. Noch im Juli soll der Rat die Erschließungsplanung vergeben, erklärt Bader auf Nachfrage. „Dann können die Planer noch vor der Sommerpause anfangen.“ Bis Herbst, spätestens Jahresende, sollen deren Ergebnisse auf dem Tisch liegen. Läuft alles gut, will Bader die Ausschreibung über den Winter erledigen. Beginn der Arbeiten – von Straßen über Wasser, Kanal bis Strom – könnte dann im kommenden Frühjahr sein. Termin für die ersten Häuslebauer – im Blick hat man bei der Grundstücksvergabe vor allem junge Familien – wäre dann im Herbst 2019. Bader: „Das ist optimistisch, aber wir sind gut im Zeitplan.“

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