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Preisträgerin: Nicole Brühl nahm die Tierschutz-Auszeichnung von Minister Marcel Huber entgegen.

Rottenbucher Sonnenhof

Bayerischer Tierschutzpreis für  besonderes Projekt

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Das Hundevermittlungs-Projekt „Senioren für Senioren“ auf dem Rottenbucher Sonnenhof ist einmalig in Deutschland. Dafür gab es jetzt den bayerischen Tierschutzpreis für Initiatorin Nicole Brühl. Auf dem Sonnenhof steht derweil das nächste Vorhaben in den Startlöchern.

Rottenbuch – Es war vor zwei Jahren das jüngste Projekt auf dem Rottenbucher Sonnenhof: In der Hundestation des Vereins „SOS Projects“ werden ältere Vierbeiner und ältere Frauchen oder Herrchen zusammengebracht. „Senioren für Senioren“ erhielt jetzt in der Münchner Residenz eine Würdigung von offizieller Stelle: Nicole Brühl, Präsidentin des Vereins „SOS Projects für Mensch und Tier“, erhielt für ihr Senioren-Projekt von Umweltminister Dr. Marcel Huber den Bayerischen Tierschutzpreis überreicht. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert.

Seit 18 Jahren ehrt der Freistaat damit engagierte Bürger und Initiativen rund um den Tierschutz. Heuer ging der Preis an sieben Tierheime oder ähnliche Einrichtungen. Der Sonnenhof nehme vor allem ältere Hunde auf, „die in den meisten Tierheimen kaum eine Chance auf Vermittlung haben“, heißt es lobend vom Ministerium. Bei Bedarf übernehme die Einrichtung auch die Kosten für die notwendige medizinische Versorgung der Tiere.

Für Nicole Brühl ist der Preis eine Bestätigung der Arbeit. „Für Mensch und Tier ist dieses Projekt wahrhaftig eine Win-Win-Situation“, wird sie in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert. „Über 20 Hunde bestimmt“ wurden seit dem Start vermittelt, bilanziert Brühl auf Nachfrage der Heimatzeitung. Und zwar bundesweit. „Das Projekt ist deutschlandweit einmalig.“ Für die Vermittlung arbeitet das Team mit Tierheimen zusammen, sagt Brühl, die auch Präsidentin des bayerischen Landesverbands im Deutschen Tierschutzbund ist. 

Das Sonnenhof-Team: (v.l.) Stefanie Beßner, Dr. Brigitte Rusche (Vizepräsidentin „SOS Projects“), Thomas Ott, Nicole Brühl, Jennifer Zähle und Adrian Leitner.

Anfangs war man sich unsicher, wie das Projekt angenommen wird. „Wir wussten nicht genau, ob die Rechnung auf geht.“ Immerhin tut sich die Zielgruppe schwer, in einem Tierheim einen Vierbeiner zu bekommen. Die Einrichtungen hätten oft keine Zeit, sich um die sehr zeitaufwändige Vermittlung zu kümmern. Dafür sorgt nun der Verein. Das reicht von Vorkontrollen bei den Interessenten bis zu extra Schutzverträgen. Brühl: „Wir begleiten das alles immer weiter mit.“ Bei den Treffen der glücklichen Hundebesitzer auf dem Sonnenhof hat sich die Vereinschefin vom Erfolg überzeugt: „Beide Seiten blühen auf.“

Die Rottenbucher Station – 2002 unter der Vereinsmitgründerin und Unternehmerin Renate Thyssen Henne eingerichtet – bleibt laut Brühl, die „SOS Projects“ seit 2014 vorsteht, nach derzeitiger Planung der einzige Standort für das Senioren-Projekt. Auf dem Sonnenhof steht ein weiteres Vorhaben in den Startlöchern: eine Welpenstation. Sie soll gerettete Jungtiere aus illegalen Transporten aufnehmen, versorgen und weiter vermitteln. Im Oktober 2016 hatte der Gemeinderat dafür nach einem erstem Nein doch noch sein Okay gegeben – weil der Verein eine Begrenzung auf 35 Hunde und 35 Welpen maximal zugesichert hatte (wir berichteten). 

Derzeit sind allerdings nur knapp über 20 Tiere auf dem Hof. Grund ist, dass der Abbau und die Vorbereitungen für die Errichtung der Welpenstation mit Hundehäusern und eigener Krankenstation laufen. Der Baubeginn ist laut Brühl noch für heuer geplant. „Sie soll im nächsten Jahr starten.“ Im Herbst will sie ein weiteres Vorhaben eröffnen: Eine kleine Wildtierstation, die mit Igeln beginnt.

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