Thomas Gottschalk und seine Thea: Trennung nach mehr als 40 Jahren Ehe

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Gruppenbild am Nordkap (v.l.): Die Fahrer Martin Sinn, Thomas Speer, Christoph Sohmen und Philipp Demmel mit den Blumen und dem Plakat, die sie von Kindern aus Rottenbuch mit auf die Reise bekamen. 

„Baltic Sea Rallye“

Abenteuerliche Rallye um die Ostsee

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Einmal um die Ostsee wollen vier Männer aus dem Schongauer Land. Sie fahren zur Zeit bei der „Baltic Sea Rallye“ mit. Auf der Strecke warten auch verschiedene Aufgaben auf die Teilnehmer. Bis jetzt sei alles super gewesen, erzählt Philipp Demmel – bis auf den Fisch in Schweden.

Schongauer Land – Die Standheizung im Auto streikt bei minus 26 Grad. Trotzdem lassen sich vier Männer aus dem Schongauer Land nicht von ihrem Plan abbringen, während der „Baltic Sea Rallye“ in ihren Fahrzeugen zu übernachten. „Die Scheiben waren am Morgen komplett von innen zugefroren“, erzählt Philipp Demmel und lacht.

Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland haben Martin Sinn (44) aus Schwabsoien, Christoph Sohmen (26) aus Böbing, sowie Philipp Demmel (32) und Thomas Speer (24) aus Rottenbuch schon durchquert. „Die Kälte am Nordkap war schon grenzwertig“, gibt Demmel zu. Jetzt geht es aber ohnehin wieder in den Süden. Es wird merklich wärmer. Nur noch minus zehn Grad. Oder wie Demmel es nennt: „T-Shirt-Wetter!“

Zwischen 300 und 800 Kilometer fahren sie pro Tag. Jeweils zu zweit in einem Auto, im Konvoi. An den Fahrzeugen, beide über 15 Jahre alt, fehlt außer der ausgefallenen Standheizung bislang nichts. Das lange Schrauben im Vorfeld der Reise hat sich offenbar gelohnt.

„Baltic Sea Rallye“: Verschiedene Aufgaben warten auf die Teilnehmer

Um die Fahrt noch abenteuerlicher zu gestalten, warten auf der Strecke rund um die Ostsee verschiedene Aufgaben auf die Teilnehmer. Zum Beispiel einen Schneemann bauen oder ein Foto mit zehn Touristen aus Asien schießen. Nichts davon ist verpflichtend. Aber die vier Rallyefahrer stellen sich gerne den lustigen Herausforderungen, bei denen sie Punkte sammeln können.

In Schweden gab es Surströmming. Eingelegter Fisch, der es allerdings in sich hat. Das neue Lieblingsessen von Speer, Sohmen, Demmel und Sinn wird er wohl nicht. Schon beim Öffnen der Dose dreht es den vier Männern fast den Magen um. Der eingelegte Ostseehering gärt in der Dose, stinkt faulig.

Ob es sich wirklich um ein beliebtes Nationalgericht handelt, oder nur zur großen Freude der Einheimischen gutgläubigen Touristen angedreht wird – die vier sind sich da nicht so sicher. Selbst mit einem Brot dazu bekommen sie kaum einen Bissen runter. „Richtig greislig war’s!“, erzählt Demmel lachend.

Besonderes Gruppenbild am Nordkap

Neben dem Foto mit den Touristen haben sie ein weiteres besonderes Bild am Nordkap gemacht: Mit den Blumen und Plakaten, die ihnen Kinder in Rottenbuch überreicht haben. Wie berichtet, hatten die vier Rallyefahrer Spenden für Kindergärten in Rottenbuch und Böbing sowie die Don-Bosco-Schule gesammelt.

Eigentlich wollten die vier Männer auf ihrer Reise einen Abstecher auf die Lofoten machen. Doch daraus wurde nichts. Bis zu acht Meter hoch schlugen die Wellen, es stürmte – und die Fähre blieb für zwei Tage im Hafen. „So viel Zeit hatten wir nicht“, sagt Demmel. Auch ohne die norwegische Inselgruppe – die Landschaft in Skandinavien hat sie nicht enttäuscht.

Sogar Polarlichter haben sie gesehen. Schon vor der Reise hatten sie gehofft, das Naturspektakel erleben zu können. „Wir hatten echt Glück“, so Demmel. Am Nordkap haben sie einen Deutschen getroffen, der vor einigen Jahren dorthin ausgewandert ist. Er hat den vier Jungs erzählt, dass er über drei Jahre warten musste, bis er die Polarlichter so klar sehen konnte.

Den Nikolaus in Finnland besucht

Und noch eine Entdeckung haben sie während der Rallye gemacht: der Nikolaus wohnt in Finnland. Ihn selbst haben sie zwar nicht zu Gesicht bekommen – dafür hätte man noch einmal extra zahlen müssen – aber sein Städtchen haben sie sich genau angeschaut. Und natürlich auch den Rentieren einen kurzen Besuch abgestattet.

Von Finnland fuhren sie weiter nach Russland. Einen Tag lang verbrachten sie in Sankt Petersburg. Dann ging es weiter über die baltischen Staaten und Kaliningrad. Über Polen geht es am Sonntag schließlich ins Ziel nach Hamburg.

Auch interessant: Blitzen für die Brückensicherheit: An der Echelsbacher Brücke sollen so Anfahrschäden verhindert werden – die hätten nämlich erhebliche Folgen.

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