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Mit Decken scheuchten Autofahrer die Schwäne von der vielbefahrenen B 23 bei Rottenbuch. Letztlich musste die Feuerwehr beim Umzug helfen.

Wegen Umzugs

Schwanenfamilie hält Rottenbucher Feuerwehr in Atem

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Eine Schwanenfamilie hat der Rottenbucher Feuerwehr in den vergangenen Tagen einige Arbeit beschert.

Rottenbuch -  Die Jungtiere, die schon fast so groß sind wie erwachsene Schwäne, aber noch nicht das schöne weiße Federkleid tragen, sollten jetzt das Fliegen lernen – was laut Feuerwehrkommandant Werner Herbst am bisherigen Standort der Schwanen-Familie nicht möglich ist. „Die lebten am Weiher nahe der Kläranlage, der ist viel zu zugewachsen für die benötigten rund 20 Meter Start-Anlauf“, sagte er.

Also machte sich Familie Schwan auf Wanderschaft. Dummerweise hatten die Tiere ein Gewässer im Auge, für das sie die vielbefahrene B 23 überqueren mussten. Weil Mutter Schwan laut Herbst wegen eines dicken Knies humpelt, wurde von der Feuerwehr die Tierrettung verständigt, die dem Schwan eine Spritze verpasste.

Doch richtig rund lief der Schwan noch immer nicht. Deshalb glaubten Autofahrer, der Schwan sei bereits angefahren worden, hielten an und scheuchten die ganze Familie mit Decken von der Straße – leider auf die falsche Seite, also nicht zum gewünschten neuen Domizil, sondern zum alten.

Bevor der ganze Zirkus wieder losging, wurde die Feuerwehr prophylaktisch aktiv: „Wir haben gesagt, wir fangen die Schwäne ein und bringen sie zu dem Weiher, zu dem sie hinwollen“, so Herbst. Gesagt, getan. Das Muttertier war schnell eingefangen, der Nachwuchs watschelte freiwillig hinterher in das Feuerwehrauto. Schließlich war der Umzug geschafft, die Schwäne können Fliegen lernen – und die Feuerwehr hat wieder Ruhe.

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