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Idylle am Campingplatzweiher in Rottenbuch. Auf dem Podest die Kanapee-Musi bei der Serenade.

Musikkapelle und Kanapee-Musi

Serenadenklänge vor traumhafter Idylle am Weiher

Sehr idyllisch ist es am Rottenbucher Weiher am Campingplatz. Quakende Frösche, Schwalben, die sich im Flug die zahlreichen Mücken zum Abendbrot gönnen. Am Freitagabend sah man jedoch mitten auf dem kleinen See noch etwas anderes.

Rottenbuch – Von bunten Blumen umrankt stand am Weiher auf einem Podest ein Notenständer samt Notenblatt. Der Grund? Zum vierten Mal fand hier eine Serenade statt, die von der Musikkapelle Rottenbuch, den Rottenbucher Weisenbläsern und der Kanapee-Musi gestaltet wurde.

Eine Veranstaltung, die sich herumgesprochen hat und großen Anklang findet – rund um den Weiher saßen und standen die zahlreich erschienenen Zuhörer. Man hatte sich Campingstühle mitgebracht oder saß auf bereitgestellte Bierbänke, Fackeln wurden angezündet – die Stimmung war perfekt.

Christof Echtler, Campingplatzbesitzer und somit „Hausherr“ des Platzes, hatte seine Begrüßungsrede am Tag vorher geschrieben, in der es hieß: „Es freut mich, dass so viele Menschen bei diesem schönen Wetter hier erschienen sind“. Ein kleines Risiko, denn das mit dem Wetter hätte beinahe nicht geklappt, morgens gewitterte es noch gewaltig – aber pünktlich zu Beginn stimmte dann doch alles bei dieser Serenade am Weiher.

Zum Glück, denn perfekt war dann auch die rund einstündige musikalische Darbietung. Die Musikkapelle Rottenbuch hat mit ihren über sechzig Musikern einen gewaltigen Klangkörper zu bieten. Und so konnten auch noch die Bewohner der umliegenden Häuser, die sich auf ihre Balkone begeben hatten, unter anderem Stücke wie „99‘Regimentsmarsch“ von Richard Hunyaczek, die „Bodensee Polka“ von Alexander Pfluger oder den Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg genießen.

Dirigent Michael Luther hatte ein schönes Programm abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, denn nicht nur die vollen Klänge der Musikkapelle erschallten über den Weiher. Auf einem kleinen Podest saßen Julia, Markus und Lorenz. Mit einer Harfe und zwei Ziach präsentierten die jungen Musiker der Kanapee-Musi so richtig frische Landler und Volksmusik. Eigentlich gehört noch ein Kontrabass dazu, aber der Hiasl hatte an dem Abend keine Zeit.

Entstanden ist die Gruppe vor drei Jahren bei einem Musikseminar im Stillerhof. Und da sie ruhige, gemütliche junge Leute sind und sich immer um die besten Plätze auf dem Kanapee gestritten haben, war der Name der Gruppe schnell klar.

Und auch die Rottenbucher Weisenbläser, eine Gruppe von fünf Blechbläsern aus der Musikkapelle, hat ihren Namen bewusst gewählt. So kann man eine „Weise“, also ein Lied oder eine Melodie, auf eine bestimmte Art musikalisch interpretieren. In diesem Fall mit Blechblasinstrumenten.

Diese Informationen erhielt man von Ansagerin Pia Gindhart, die eigentlich in der Musikkapelle die Querflöte spielt, heuer aber schon zum zweiten Mal die Serenade auf erfrischende Art moderierte. „Letztes Jahr war ich bei meiner Premiere narrisch aufgeregt – heute bin ich es genauso“, sagte sie zu Beginn und lockerte damit die an sich schon entspannte Stimmung noch mehr auf.

Natürlich gab es Zugaben und man freut sich auf eine weitere Serenade im nächsten Jahr. 

Regina Wahl-Geiger

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