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Barrierefreier Zugang: So könnte der Außenlift am historischen Rathaus aussehen.

Vom Außenlift bis zum neuen Dorfplatz

So sieht Rottenbuchs Wunschliste an die Städtebauförderung aus

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Die Gemeinde Rottenbuch setzt heuer auf die Geldquellen der Städtebauförderung. Gleich mehrere Vorhaben stehen im Jahresantrag an die Regierung von Oberbayern – darunter alte Bekannte.

Rottenbuch – Zum Jahreswechsel wird regelmäßig im Rottenbucher Rathaus eine kommunale Wunschliste aufgestellt. Der Jahresantrag für die Städtebauförderung muss auf den Weg gebracht werden. Für 2020 stehen diverse Vorhaben auf der Bedarfsanmeldung – darunter einige auf Wiedervorlage, wie im Gemeinderat zu hören war.

Den größten Brocken macht wie im Vorjahr der geplante – und noch nicht umgesetzte – Außenlift am historischen Rathaus im Klosterhof aus. Das Vorhaben wurde bereits für 2019 von der Kommune offiziell angemeldet. Wie berichtet, soll die Anlage im hinteren Bereich des Gebäudes errichtet werden. Der Kostenansatz wird mit 120 000 Euro angegeben. 2019 waren noch 100 000 Euro angesetzt worden. Eine 60-prozentige Förderung steht laut Bürgermeister Markus Bader (Freie Wählergemeinschaft) erneut im Raum. Allerdings muss die Gemeinde erstmal drei Angebote für das Projekt einholen, dann erst könne man mit dem Bewilligungsbescheid rechnen, erklärte VG-Geschäftsleiter Peter Vogt in der Sitzung.

Weitere 50 000 Euro sind für die möglichen Planungen im Bereich Postplatz/B 23-Kreuzung aufgeführt. Auch dieser Komplex tauchte bereits im letzten Antrag auf. 60 Prozent Förderung sind laut Bader möglich. In trockenen Tüchern ist allerdings noch nichts, mittlerweile liegt eine Machbarkeitsstudie für die Nahversorgung vor (wir berichteten). „Das ist prophylaktisch drin“, so der Rathauschef, der zugleich ein ernüchterndes Fazit zum Thema „Verkehrskreisel“ zog. Der Gemeinderat hatte sich im vergangenen Jahr einmütig dafür ausgesprochen, das Projekt für die B 23-Kreuzung anzugehen – allerdings müsse die Finanzierung geklärt sein, lautete die Bedingung.

Verkehrsproblem Kreuzung: Ein Kreisel soll den B 23-Knoten im Dorf entschärfen.

Immerhin 300 000 Euro hat das jüngste „Drehbuch“ des IKEK-Verfahrens für den Kreiselbau grob veranschlagt. Doch damit gibt es Probleme, wie nun vom Bürgermeister zu hören war: Eine Förderung des Verkehrsprojekts sei über die Städtebauförderung nicht möglich, musste Bader in München erfahren. „Das ist einfach enttäuschend.“ Lediglich die vorgesehenen Radwege seien wohl förderfähig. Aufgeben möchte Rottenbuchs Dorfoberhaupt jedoch nicht: „Wir bleiben natürlich am Ball.“

Ebenfalls im Jahresantrag steht das kommunale Fassadenprogramm mit 20 000 Euro. In diesem vergibt die Gemeinde Zuschüsse für private Bauvorhaben im Ortskernbereich. Dessen Fortsetzung hatte der Gemeinderat 2019 beschlossen.

Geld für neuen Dorfplatz in Schönberg

Der dritte alte Bekannte liegt in Schönberg: Obwohl die Umsetzung noch in den Sternen steht, wird die Umgestaltung des dortigen Dorfplatzes erneut an die Regierung gemeldet. Unklar ist nämlich immer noch, ob das eigentlich für die Dorferneuerung vorgesehene Vorhaben überhaupt über die Städtebauförderung laufen wird. Ein Architektenwettbewerb wäre eine der Grundvoraussetzungen dafür, dieser war jedoch im August vom Gemeinderat abgelehnt worden. Angesetzt sind dafür diesmal vorsorglich 150 000 Euro. „Zur Sicherheit“, wie Rathauschef Bader bekräftigte. Eine erste Planung für den neuen Dorfplatz liegt vor, offiziell entschieden ist allerdings noch nichts. Die Zeit drängt ein bisserl: 2021 soll der Dorfplatz fertig sein – pünktlich zum internationalen Schönberg-Festival, bei dem sich Delegationen aus gleichnamigen Dörfern dann im Pfaffenwinkel treffen.

In der Vergangenheit hatten die Rottenbucher mit den Finanzspritzen aus der Städtebauförderung gute Erfahrung gemacht: Dank millionenschwerer Finanzspritzen wurde ab 1996 das Klosterhof-Ensemble saniert.

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