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Sie öffnen am 24. Juni ihre Gartentüren: Die Gastgeberinnen mit der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Heike Grosser (li.) und Landrätin Andrea Jochner-Weiß (2.v. re). Von links Ines Thomas (Hohenfurch), Ulla Küspert und Hauke Jennuwein (beide Schönberg). Andrea Sihler-Tech (Schönberg) fehlt auf dem Bild.

Tag der offenen Gartentür

Vorhang auf für blühende Blütenpracht

Der insektenfreundliche Garten sowie der Nutzgarten: Diese beiden stehen im Mittelpunkt beim Tag der offenen Gartentür. Mit dabei sind drei Gärten in Schönberg und einer in Hohenfurch.

Hohenfurch/Schönberg – In Hauke Jennuweins Garten schneit es Rosenblütenblätter. Die kommen von der überdimensional-großen weißen Spalierrose, die sich an der Hauswand emporrankt. „Mit den Rosen hat alles angefangen“, erzählt sie mit Blick auf die zahlreichen Rosensträucher, die in duftender Pracht den Garten in Schönberg bereichern.

In 18 Jahren ist aus der anfänglichen sterilen Rasenfläche ein Wohlfühlgarten ohne Rasen geworden. Dort sorgt ein Gartenteich für angenehmes Klima an lauen Sommerabenden, der bis zur Holzterrasse reicht. Ein Tummelplatz für Lurche, Frösche und Libellen, ein Wohlfühlplatz für die Familie, an dem die Seele baumeln kann.

Ein großes Glasdach sorgt für trockenes Draußen-Sitzen auch an Regentagen und nimmt trotzdem dem Haus kein Licht. Kleine Pfade schlängeln sich durch die grüne Pracht, geben immer wieder neue, interessante Ausblicke oder kleine Sitznischen frei. Ein Gartenkonzept, das mit vielen Stauden arbeitet und sich selbst aussät. Für Bewässerung sorgt ein kleiner Bachlauf.

Ein Hobby von Hauke Jennuwein ist zudem der Anbau von alten Tomatensorten in den verschiedensten Farbvariationen, die sie selbst aus Samen zieht. Ihr Mann steuert zum Gesamtbild seine Leidenschaft für schöne Schilder bei, die überall im Garten zu bewundern sind. „Was zu viel ist, wird ausgerissen, häckeln brauchen wir nicht“, umreißt Hauke Jennuwein den Arbeitsaufwand im Garten.

Ganz dem Gemüseanbau widmet sich dagegen Ulla Küspert, die vor fünf Jahren ein völlig verwildertes Grundstück in Schönberg gerodet und komplett neu angelegt hat. Natürlich finden sich in dem nach den Erkenntnissen von Maria Thun bewirtschafteten Garten auch Spalierobstbäume, Wildkräuter und Blumen. Die geordneten Gemüsebeete, von denen Küspert und ihr Mann als Selbstversorger den ganzen Winter über leben können, werden mit eigenem Kompost und unter Beachtung einer gesunden Fruchtfolge angelegt. „Wachsen lassen“ ist ansonsten die Devise von Ulla Küspert, die auch den Garten von Andrea Sihler-Tech, die als Schauspielerin viel unterwegs ist, mitpflegt.

Deren Garten in Schönberg war früher eine Viehweide und ist heute ein Obstgarten mit vielen alten Sorten samt Wildgehölzhecke und Blumenwiese.

Ebenfalls wild geht es im Garten von Ines Thomas in Hohenfurch zu: Ihr Naturgarten mit Gemüsebeeten wurde als Projekt von einer Naturgärtnerin nur mit Wildblumen und mit Recycling-Materialien angelegt. „Wir mähen zweimal im Jahr und sehen zu, dass manche Sachen nicht Überhand gewinnen“, sagt Ines Thomas. Ihr Garten ist auch im Winter wunderschön und sieht jedes Jahr anders aus.

Alles in allem sind die Naturgärten nicht nur für Landrätin Andrea Jochner-Weiß „eine spannende Sache“. „Ich finde es toll, dass es so viele innovative Frauen und Männer gibt, die sich Gedanken um ihren Garten machen und andere einmal reinschauen lassen“, freut sie sich.

Auch Kreisfachberaterin Heike Grosser freute sich, dass auch im 20. Jahr des oberbayernweiten „Tag der offenen Gartentür“ wieder so viele interessante Gärten zu besichtigen sind. Und vor allem, dass immer mehr Gärten insektenfreundlich ganz im Sinne der landkreisweiten Aktion „Biene, Hummel & Co“ angelegt werden.

Weitere Informationen

Der Tag der Offenen Gartentür findet am Sonntag, 24. Juni, von 10 bis 17 Uhr statt. Besichtigt werden können die Gärten der Familie Thomas (An der Schafhalde 18 in Hohenfurch) sowie in Schönberg der der Familie Jennuwein (Wassereggart 5), der von Ulla Küspert (Dorfstr. 4) und der von Andrea Sihler-Tech (Dorfstraße 23a).

Ursula Fröhlich

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