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Zweigeteilt durch die B23: Für die Rottenbucher Hauptkreuzung (1) braucht es ein e Verkehrslösung, wenn auf den Postplatz (2) ein Supermarkt kommt. Auch der historische Ortsteil mit dem Fohlenhof (3), dem Klosterensemble (4) und der Gemeindehalle (5) wäre dann besser angeschlossen,

Alle Varianten werden geprüft

Verkehrsplan für Rottenbuchs Sorgenkind

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Rottenbuch steht vor einer Grundsatzentscheidung: Kommt ein Supermarkt auf den Postplatz und was geschieht dann mit dem Verkehr auf der B 23? Die Gemeinde holt sich dafür jetzt einen Planer ins Haus.

Rottenbuch – Das Thema beschäftigt die Rottenbucher seit Anfang 2017: Soll sich ein großer Supermarkt im kleinen Dorf ansiedeln können? Bekanntlich sagte eine deutliche Mehrheit beim Bürgerentscheid vor knapp einem Jahr „Ja“ dazu, dass die Gemeinde die entsprechenden Planungen für ihr Gärtnereigelände angehen darf.

Anfang des Jahres gab der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Dabei ging es darum, wie der Supermarkt sowie das neue Feuerwehrhaus samt Räumen für Bauhof und Musiker auf dem Areal an der B 23 realisiert werden kann. Untersucht wurden zudem alternative Standorte für den Nahversorger – heraus kam der Postplatz (wir berichteten). Anstelle des Raiba-Gebäudes könnte dort ein Supermarkt entstehen. Eine charmante Lösung, die immer mehr Anhänger findet – doch die Sache hat einen Haken: Was tun mit dem zusätzlichen Verkehr, der die ohnehin knifflige Situation an der Bundesstraßen-Hauptkreuzung belasten würde?

Es geht um „Fragen der Realisierung“, mahnte Dr. Stefan Leuninger, Fachplaner vom Kaufbeurener Büro „Leuninger & Michler“, im jüngsten Gemeinderat bezüglich der Postplatz-Zukunft an. Fußgänger, Kreisverkehr, Bushaltestelle, Parkplätze sowie Warenanlieferung – alles Themen, für die Lösungen gefunden werden müssten. „Das ist eine Veränderung für die Ortschaft“, machte der Planer den Räten deutlich. „Es kann aber eine gute Veränderung sein.“

Die Supermarkt-Diskussion „zwingt uns, über die Verkehrssituation in Rottenbuch Gedanken zu machen“, sagte denn auch Bürgermeister Markus Bader. Vor allem die Hauptkreuzung „brennt uns unter den Nägeln“. Das Thema ist nicht neu. Zuletzt im Rahmen der Dorferneuerung ging es um deren Zukunft. Aber schon 1999 lagen Pläne für einen Kreisverkehr an dem unfallträchtigen Abschnitt der B 23 auf dem Tisch. Sie entstanden im Rahmen des zweiten Bauabschnitts für die Sanierung des historischen Klosterhofes durch die Städtebauförderung, wie Bader auf Nachfrage erklärt. Allerdings landete der B 23-Kreisel damals wieder in der Schublade, weil die Finanzierung durch den Bund ungeklärt blieb.

Der Gemeinderat verständigte sich nun ohne Beschluss darauf, ein entsprechendes Verkehrsgutachten einzuholen. Widerspruch gegen das weitere Vorgehen gab es in der Runde nicht. Noch im Dezember will der Bürgermeister den Auftrag vergeben. Im Januar könnte der Planer an die Arbeit gehen. „Er soll sich alle Varianten anschauen“, sagt Bader.

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