Die Fahrbahn auf der Echelsbacher Brücke wird derzeit versiegelt. Deutlich zu erkennen ist das Kunstharz (rot), das flüssig aufgetragen wird. Darüber werden die Schweißbahnen (grau) in Schichten verlegt.
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Die Fahrbahn auf der Echelsbacher Brücke wird derzeit versiegelt. Deutlich zu erkennen ist das Kunstharz (rot), das flüssig aufgetragen wird. Darüber werden die Schweißbahnen (grau) in Schichten verlegt.

Bauarbeiter auf der Echelsbacher Brücke haben das gute Wetter am Wochenende genutzt

Versiegelungen aufgetragen

War das nicht ein tolles zurückliegendes Wochenende? Frühlingshafte Temperaturen bis hin zu 20 Grad. Ganz nach dem Geschmack von Ausflüglern, die zu Fuß oder mit dem Radl in der Region unterwegs waren. Das Wetter ausgenutzt haben aber auch die fleißigen Arbeiter auf der Baustelle an der Echelsbacher Brücke.

Echelsbach - Aufmerksamen Ausflüglern ist aufgefallen, dass auf der Brücke auch am Samstag und Sonntag gearbeitet wurde. Das Wetter war geradezu ideal, um mit der Versiegelung der Fahrbahndecke einen großen Schritt weiter zu kommen. So nutzten die Arbeiter auch das Wochenende, da für diese Woche nasskaltes Wetter mit Schneefall vorausgesagt war – alles andere als ideal für den Arbeitsvorgang, der in der Planung stand.

Denn das Kunstharz, das als Basisschicht zur Versiegelung verwendet wird, muss flüssig aufgetragen werden. Natürlich erst, wenn die Fläche vorher kugelgestrahlt worden ist. Wie von Polier Markus Balser zu erfahren war, muss beim Auftragen des Kunstharzes die Bauwerkstemperatur über acht Grad Celsius betragen. Nach der Abtrocknung der ersten Schicht wird dann eine zweite Schicht aufgetragen, zu der Quarzsand in die Fläche eingestreut wird. Diese Vorgänge müssen unbedingt bei trockener Witterung ausgeführt werden.

Die nächste Schicht, die nach der Abtrocknung aufgetragen wird, besteht aus zwei Lagen Schweißbahn. Auch dieses Material kann nicht bei Kälte verarbeitet werden, da es brechen könnte oder zumindest nicht so glatt ausgerollt werden könnte. Wie von Polier Balser weiter zu erfahren war, wäre eine Alternativoption, die Schweißbahnrollen in einer Wärmekammer aufzuwärmen und dann auszurollen. Und das auf 183 Metern Länge. Deshalb hat man es gerne vorgezogen, das Wochenende für die Arbeiten auszunutzen.

HANS-HELMUT HEROLD

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