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Die Autogramme von Abi Ofarim waren begehrt. Geduldig erfüllte er bei seinem Sonnenhof-Besuch alle Wünsche. 

Zum Tod des bekannten Musikers

Am Sonnenhof zeigte Abi Ofarim ein Herz für Kinder

Er war einer der bekanntesten Musiker in den 60er Jahren: Abi Ofarim. Zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Esther schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der Song „Morning of my life“ ist immer noch eine der Balladen, auf die man zu sprechen kommt, wenn es um die Ofarims geht. Jetzt ist Abi Ofarim im Alter von 80 Jahren gestorben.

Rottenbuch/Schongau – Die Musikszene trauert um den vielseitigen Künstler. Er war Musiker, Tänzer und Produzent. In den Medien werden seine Erfolge erwähnt, vor allem die vielen Goldenen Schallplatten aufgezählt. Was viele nicht wissen ist, dass Abi Ofarim auch zweimal ganz in der Nähe im Schongauer Land aufgetreten ist. Und zwar einmal auf dem Sonnenhof in Rottenbuch, einige Jahre später in Schongau.

Dass Abi Ofarim den Verein „Kinder von gestern“ gegründet hat, darüber ist schon viel berichtet worden. Sein Herz für sozial schwache und benachteiligte Menschen war groß. So besuchte er immer wieder Wohltätigkeits-Veranstaltungen, um Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, Freude zu bereiten.

Eine dieser Veranstaltungen war 2007 auf dem Sonnenhof bei Rottenbuch. Dort feierten Kinder einer Kinderklinik einen unvergesslichen Tag mit den dort untergebrachten und versorgten Hunden. Abi Ofarim war an diesem Nachmittag der Überraschungsgast. Geduldig beantwortete er alle Fragen, half mit beim Kinderschminken oder gab kräftig Autogramme. Und wer mit ihm ein Erinnerungsfoto wollte, kein Problem. Er war ein Star zum Anfassen.

An diesem Nachmittag lernt Hans Hofmann, der in der Nähe des Sonnenhofes lebt und Polizist in Schongau ist, den Sänger kennen. Hofmann ist von Ofarim begeistert, vor allem von dessen unkomplizierter Art. Und Hofmann hat die spontane Idee, Abi Ofarim zu fragen, ob er bei seiner „Abschiedsfeier in den Ruhestand“ für ihn auftreten würde. Es waren zwar noch einige Jahre hin, aber die Zeit verlief wie im Fluge. Als Hofmann dann 2012 aus dem Polizeidienst ausschied, veranstaltete er für all seine Kollegen ein Abschiedsfest in der Gaststätte der Möbelcentrale. Stargast des Abends: Kein geringerer als Abi Ofarim. Er hatte Wort gehalten.

Abi gab Kostproben seines damals neu erschienenen Albums. Nur mit Gitarrenuntermalung, natürlich unplugged. Dass das gute alte „Morning of my life“ nicht fehlen durfte, war klar. Zwar ohne Esther und einstimmig, aber eindrucksvoll in neuer Version. Man wird Abi Ofarim in Erinnerung behalten.

Hans-Helmut Herold

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