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Feierten den Patroziniums-Gottesdienst: Von links Dekan Thomas Gröner, Pfarrer Josef Fegg, dahinter Diakon Martin Mylius und Prälat Georg Kirchmeir

Einführung Pfarrer Josef Fegg

„Vertrauen ist der Anfang von allem"

Rottenbuch - Einen herzlichen Empfang bereiteten die Gläubigen des Pfarrverbands Franz Xaver aus Böbing, Rottenbuch, Schönberg und Wildsteig ihrem neuen Seelsorger Josef Fegg. Zusammen mit der Geistlichkeit zogen beim Patrozinium der Pfarrkirche Mariae Geburt über 20 Fahnenabordnungen und eine stattliche Anzahl Ministranten in das Blumen geschmückte Gotteshaus ein.

„Glauben heißt vertrauen und gegenseitiges Vertrauen, ist der Anfang von allem.“ Pfarrer Josef Fegg stellte in seiner ersten Predigt deutlich heraus, worauf es ankomme im guten Miteinander auf dem Pilgerweg des Glaubens. Durch die Zustimmung der Gottesmutter – durch ihr Ja – konnte Jesus in die Welt kommen. „Wir können darauf vertrauen, dass da jemand ist, der alles zum Guten führt“, gab er allen mit auf den Weg. Und die Bitte, auch ihm zu vertrauen. Er werde sicherlich auch Fehler machen, aber das sei menschlich und „ich möchte auch Mensch bleiben“.

Voll Vertrauen und voller Erwartung kamen die Gläubigen in großer Zahl aus dem Pfarrverband und darüber hinaus in die Mutterkirche des Ammertals. „Mia ham uns alle riesig gfreit, dass wir wieder einen Pfarrer kriagn“, hieß Pfarrverbandsvorsitzende Michaela Wörmann aus Böbing den neuen Seelsorger willkommen. Besonders freue es alle, dass sich Josef Fegg von sich aus um diese Stelle beworben habe und er gerne hier herkomme. Da er selber auf einem Dorf aufgewachsen sei, passe er sicher „gut zu uns“ und,  namens aller sicherte sie ihm eine pflegeleichte Zusammenarbeit zu.

Pfarrverbandsvorsitzende Michaela Wörmann hieß den neuen Pfarrer willkommen.

Damit der neue Pfarrer die Wege zu den Weilern und Bergen findet, wo der Pfarrverband Bergmessen hat, bekam er neben den Ortsplänen auch Wanderkarten vom Pfaffenwinkel und dem Ammergebirge. „Ihr ältester Sohn hat mit seinem Kommentar „i moan der passt“, es kürzer zusammengefasst als unser Kardinal“, schmunzelte Dekan Thomas Gröner. Den Text der Ernennungsurkunde las Diakon Martin Mylius vor, und danach wiederholte Josef Fegg gegenüber dem Dekan das bei der Priesterweihe gegebene Treueversprechen. Für den Dienst in der Seelsorge überreichte Thomas Gröner seinem Mitbruder symbolisch den Schlüssel und das Evangeliumsbuch.

Für den festlichen musikalischen Rahmen des Gottesdienstes sorgten einmal mehr die Kirchenchöre des Pfarrverbandes zusammen mit Bläsern und Anton Guggemos an der Orgel unter Leitung von Kristina Kuzminskaite. Eingerahmt wurden die Feierlichkeiten traditionsgemäß mit einer Marienvesper am Vortag und einer Marienandacht mit abendlicher Lichterprozession im Klosterhof und Kinder- und Familiensegnung zum Abschluss.

Über 20 Fahnenabordnungen kamen zur Begrüßung des neuen Pfarrers.

Namens der politischen Gemeinden hießen die drei Bürgermeister ihren neuen Pfarrer willkommen. Peter Erhard (Böbing) wünschte ihm einen guten Draht zu seinen neuen Schafen, und Markus Bader (Rottenbuch) überreichte einen Anstecker für den Trachtenhut, damit er sich gleich mit seiner neuen Heimat verbunden fühlt. Josef Taffertshofer, (Wildsteig) sicherte ihm zu, dass „bei uns die Welt noch in Ordnung ist“. Besonders freue ihn, dass der neue Pfarrer auch den Namen Josef trage und in der Wildsteig der Josefitag noch Tradition habe. Dass auch er stolz auf seinen Namenspatron Josef sei, bekannte der Pfarrer: „Ich hoffe, dass ich schon bald einen Josef taufen kann.“

Gerhard Heiss

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