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Polizeieinsatz in Rottenbucher Massenunterkunft

Somalier (29) springt aus dem Fenster

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Rottenbuch - Die Massenunterkunft in der Ammermühle in Rottenbuch kommt nicht zur Ruhe. Nur einen Tag nach einem Polizeieinsatz wegen Randale ist der selbe Bewohner wieder total ausgerastet. Der Mann sprang nach einem Übergriff auf den Sicherheitsdienst aus dem Fenster – und wurde unverletzt von der Polizei in Sicherheitsgewahrsam genommen.

Er gehört offenbar zu dem kleinen Prozentsatz aller Asylbewerber, die laut Landratsamt Weilheim-Schongau immer wieder Probleme machen: Ein 29-jähriger Somalier, der in der Massenunterkunft Ammermühle in Rottenbuch untergebracht ist.

Kleiner Rückblick: 

Am Montag wurde der randalierende Mann von der Polizei mitgenommen. Er trat, spuckte – und kam in Sicherheitsverwahrung. Und von dort wieder zurück nach Rottenbuch.

Nur einen Tag später, am Dienstag, flippte er einmal mehr aus. Wieder musste die Polizei anrücken. Wieder Sicherheitsverwahrung. Und wahrscheinlich wieder zurück nach Rottenbuch.

Was war in der Unterkunft passiert? Der Somalier war zunächst mit voller Wucht gegen die Tür eines anderen Asylbewerbers gesprungen. Die Männer des Sicherheitsdienstes forderten ihn auf, das Zimmer zu verlassen.

Daran dachte der Mann aus Somalia gar nicht. Er schnappte sich eine Kaffeetasse, schlug diese gegen die Wand, um mit dem abgebrochenen Henkel auf die Mitarbeiter der Security zuzugehen. Diese setzten Pfefferspray ein, um den Angriff abzuwehren.

Der 29-Jährige rannte in den ersten Stock des Gebäudes und sprang dort aus einem Fenster in die Tiefe. Er blieb unverletzt. Bis zum Eintreffen der Polizei hielt der Sicherheitsdienst den Mann fest.

Er wurde schließlich von den Beamten in Gewahrsam genommen, die er während der Fahrt beleidigte. Das Dienstfahrzeug der Polizei blieb – anders als beim vorangegangenen Einsatz mit dem inzwischen Bekannten – unversehrt.

Situation hat sich zugespitzt

Polizeichef Herbert Kieweg räumt auf Anfrage der Schongauer Nachrichten durchaus ein, dass sich die Einsatz-Situationen für die Polizei-Streifen zugespitzt hätten. Im Vergleich zum Vorjahr, seien die Streifenbesatzungen wesentlich mehr belastet durch Einsätze in Asylbewerberheimen. Vor allem die Massenunterkünfte, wie es sie im Altlandkreis in Rottenbuch und Altenstadt gibt, sind davon betroffen. In Rottenbuch hätten sich die Einsätze in den letzten Tagen gehäuft, sagt Kieweg.

Noch hätte die Polizei die Lage im Griff. Das geht allerdings auch nur, weil benachbarte Dienststellen im Ernstfall zur Unterstützung mit anrücken.

Was den Verbleib des Somaliers anbelangt, war gestern beim Landratsamt in Weilheim keine Stellungnahme zu erhalten.

Rubriklistenbild: © dpa

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