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Rottenbucher Konrad Lex ist mit Skiern bergauf absolute Spitze

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Mit vollem Tempo bergauf: Konrad Lex beim jüngsten Weltcup-Rennen der Skibergsteiger in Andorra. Bei diesem Wettkampf belegte er im Aufstieg Platz 19. Foto: privat
Mit vollem Tempo bergauf: Konrad Lex beim jüngsten Weltcup-Rennen der Skibergsteiger in Andorra. Bei diesem Wettkampf belegte er im Aufstieg Platz 19. Foto: privat

Rottenbuch - Bereits zum vierten Mal hintereinander ist der seit drei Jahren in Rottenbuch wohnende Konrad Lex Deutscher Meister im Skibergsteigen geworden.

„Es war ein hartes Stück Arbeit“, räumt der 37-jährige Vermessungsingenieur ein. Rund 800 Höhenmeter waren beim sogenannten „Jennerstier 2012“ in Berchtesgaden zu bewältigen. Dabei wurde der für die Alpenvereins-Sektion Peiting startende Rottenbucher seiner Favoritenrolle gerecht.

Der Wettkampf am Jenner stand ganz im Zeichen des Schneefalls: Denn herrschte in den Wochen vorher noch die Sorge, dass zu wenig der weißen Pracht vorhanden sein könnte, so kam in den Tagen vor dem Wettbewerb und am Renntag selber eine ganze Menge vom Himmel. Das Organisationsteam entschied sich daher aus Sicherheitsgründen für eine verkürzte Strecke: Statt 1200 mussten „nur“ 800 Höhenmeter bewältigt werden. Der Abschnitt durch den „Spinnergraben“ bis zur Jenner-Bergstation sei wegen der Schneemassen zu gefährlich gewesen, berichtet Konrad Lex, dem längere Distanzen eigentlich viel lieber sind.

Trotz der widrigen Bedingungen machten sich an der rund 3,5 Kilometer langen Strecke knapp 110 Teilnehmer auf den Weg bergauf in Richtung Jenner. Dabei gaben sich die besten Skibergsteiger aus Deutschland und Österreich ein Stelldichein.

Konrad Lex, der seit zwei Jahren mit der Steingadener Skihochtourenführerin Ulrike Weiß verheiratet ist, war auch heuer der schnellste Deutsche. Er kam in einer Zeit von 0:33:11,5 Stunden ins Ziel. Noch schneller waren nur die beiden Österreicher René Fischer (Kaprun) und Alex Fasser (Lermoos).

Lex kam beim „Jennerstier“ rund eineinhalb Minuten vor Sepp Rottmoser (Bad Reichenhall) ins Ziel. Das will was heißen, denn Letzterer ist immerhin Europameister der Skibergsteiger im Sprint geworden. Bei diesen EM-Wettkämpfen war Lex jedoch nicht am Start, da er just da zum zweiten Mal Vater geworden ist. Nach Magdalena (20 Monate alt) kam jetzt Sohn Tobias auf die Welt.

„Von nix kommt nix!“ - Dieser Grundsatz gilt auch für Konrad Lex. Beruflich ist der aus Falkenberg (bei Eggenfelden) stammende Vermessungsingenieur für das Amt für Ländliche Entwicklung in Landau (an der Isar) tätig. Das Wochenende gehört aber der Familie - und dem Training.

Einmal mit Skiern auf das Hörnle bei Bad Kohlgrub, auf den Kolben in Oberammergau oder auf den Tegelberg bei Schwangau - damit gibt sich der 37-jährige Rottenbucher meist nicht zufrieden. „Wenn, dann schon dreimal hintereinander den Tegelberg hinauf und wieder hinunter“, verrät er etwas aus seinem Trainingsplan. Im Sommer stehen Radeln und Bergläufe auf dem Programm. Beim Zugspitzlauf 2011 belegte er den 13. Platz in der Gesamtwertung.

Seit 2005 gehört Konrad Lex der Skibergsteiger-Nationalmannschaft des Deutschen Alpenvereins an. Hierbei finden regelmäßig Trainingslager und Leistungskontrollen (mit Bundestrainer Johann Rampl) statt. Beim jüngsten Weltcuprennen in Andorra kam Lex bei starker Konkurrenz auf Platz 19.

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