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Auch auf die Gestaltung der Außenfassade hatte die Gemeinde Wert gelegt.

Rotter Gemeinderat stimmt Neubau zu

Neuer Edeka kommt

Rott - Kommt noch ein Bürgerbegehren oder bleibt es dabei, dass der Edeka-Markt aus der Rotter Ortsmitte in einen Neubau an der nördlichen Gemeindegrenze zieht? Seit der jüngsten Gemeinderatssitzung der Lechrain-Gemeinde ist diese Frage geklärt. Der Neubau und der Umzug werden kommen.

Ohne Gegenstimme segnete das Rotter Rats-Gremium nun die Pläne der OIB Projekt GmbH ab, die den neuen Lebensmittelmarkt mit rund 1200 Quadratmetern bauen wird. Bevor das Vorhaben zur Abstimmung kam, wurde im Bauausschuss zusammen mit den Bauherren und dem Planer die Details abgesprochen. „Es gab eine lange Diskussion, ob es ein Pult- oder Satteldach geben soll“, berichtete Bürgermeister Quirin Krötz. Letztlich entschieden sich die Gemeinderäte für ein Pultdach. „Weil es niedriger ist als ein Satteldach, das 8,5 Meter hoch geworden wäre“, erklärte Krötz. Für die Pultdachlösung wurde die Höhe auf 7,19 festgeschrieben. „Damit fügt es sich besser in das Gelände ein,“ so Krötz. „Und es ist auch nicht höher als ein normales Einfamilienhaus“, ergänzte Gemeinderat Stephan Rupp.

Zudem legte das Ratsgremium großen Wert auf eine gefällige Gestaltung der Außenfassade. „Wir wollten keine großen, durchgehend weißen Flächen“, meinte der Bürgermeister. Diese Vorgabe wurde erreicht, indem der Giebel sowie der Bereich des im Gebäude integrierten kleinen Cafés sowie der Leergutannahme mit Holz verkleidet werden. Um den Lärmschutz Rechnung zu tragen, ist die Anlieferzone auf der ortsabgewandten nördlichen Seite untergebracht. „Und es wird auch keine Nachtanlieferung geben“, ergänzte Krötz.

Gerade der Lärmschutz gehörte zu den Bedenken, die in Stellungnahmen zu dem Bauprojekt eingingen, die in der September-Sitzung abgehandelt worden waren. Darüber hinaus befürchteten die Anwohner unter anderem mehr Verkehr, eine Beeinträchtigung des Ortsbildes und eine Schmutzbelastung. „Klar ist der neue Markt eine gewisse Beeinträchtigung, aber er sichert die Nahversorgung“, erklärte dazu Krötz. „Wir haben aber die Anregungen aufmerksam gelesen und nach Lösungsansätzen gesucht“, führte der Bürgermeister aus. „Ich möchte jeden danken, der uns etwas geschrieben hat. Diese Meinungen sind uns wichtig. Für uns geht es aber darum, dass Rott auf Dauer einen Lebensmittelmarkt hat,“ erläuterte Gemeinderat Rupp.

Das Thema Nachhaltigkeit kam auch bei der abschließenden Beratung auf den Tisch. Fritz Schneider, der zweite Bürgermeister, brachte die Bepflanzung rund um den Markt und dem Parkplatz zur Sprache. Seine Anregung, hier auf einheimische Bäume und Sträucher zu achten, werden auch berücksichtigt. Wann der Bau beginnt, ist noch offen. Vermutlich dürfte es aber noch in diesem Jahr passieren. „Nach Aussage des Investors soll er nach Erteilung der Baugenehmigung erfolgen“, erklärte hierzu Krötz auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Roland Halmel

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