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Maria-Anna Stauffenberg (im pinkfarbenen Hemd) zusammen mit Helfern vor einem Lastwagen mit 5000 gepackten Rucksäcken, die im Juli von Bayern aus zu Schülern in Malawi verschickt wurden.

Maria-Anna Stauffenberg wirbt für Mary’s Meals

Einsatz gegen Hunger und für Bildung

Sachsenried - Seit zweieinhalb Jahren engagiert sich Maria-Anna Stauffenberg aus Sachsenried für den Verein Mary’s Meals, eine internationale Hilfsorganisation, deren Ziel es ist, sowohl gegen den Hunger als auch für mehr Bildung bei Kindern in Entwicklungsländern einzutreten. Angeboten wird eine Schulspeisung, denn nur wenn sie was zu essen bekommen, gehen die Kinder dort überhaupt erst in die Schule.

„Durch die Arbeit von Mary’s Meals können täglich mehr als 1,1 Millionen Kinder in zwölf der ärmsten Länder der Welt ernährt werden“, berichtet Maria-Anna Stauffenberg, die viel Aufklärungsarbeit betreibt und die Bevölkerung um Unterstützung bittet. Über eine Freundin wurde sie vor zweieinhalb Jahren auf diesen Verein aufmerksam, und mittlerweile ist eine weitere Freundin hinzugekommen. „Wir Drei wollen Mary’s Meals bekannter machen“, erzählt die Sachsenriederin, die eine ehrenamtliche Mitarbeiterin dieser Hilfsorganisation in Bayern ist und kräftig die Werbetrommel rührt.

„Unser Verein ist eine staatlich anerkannte internationale Kinderhilfsaktion, die 2002 gegründet worden ist“, so Maria-Anna Stauffenberg. Grundidee sei, in armen Ländern chronisch hungernde Kinder in der Schule täglich mit einer nahrhaften, ausgewogenen, warmen Mahlzeit zu versorgen. Diese Kinder, die sonst zum Betteln, zur Feldarbeit oder zum Sammeln auf die Mülldeponie geschickt werden, dürften wegen des Essens in die Schule.

Rettungsanker für hungernde Kinder

Schwerpunktland von Mary’s Meals ist Malawi, wo derzeit 814.000 Kinder (ein Viertel aller Gundschulkinder) versorgt werden. Insgesamt würden 1,18 Millionen Kinder in zwölf Ländern betreut. Seit dem Anfang der Hungersnot in Malawi sei der Einsatz von Mary’s Meals für viele Familien der einzige Rettungsanker, der den hungernden Kindern das Überleben sichert. Und ohne Schulspeisungen müssten wahrscheinlich viele Schulen schließen.

„Für einen Betrag von 14.50 Euro kann ein Kind ein ganzes Jahr lang mit Essen an der Schule versorgt werden“, rechnet Maria-Anna Stauffenberg vor. Die Verwaltungs- und Organisationskosten seien bei Mary’s Meals weniger als sieben Prozent (zum Vergleich: bei UNICEF liegen diese Kosten bei 30 Prozent).

Neben dem Essen werden aber auch Schulmaterialen bereitgestellt. „Bei unserem Rucksackprojekt werden auch ausrangierte Schulranzen in Industrieländern gesammelt und mit Schulmaterialien gefüllt. Dann werden sie an Schulen gesandt, in denen Mary’s Meals tätig ist“, berichtet Stauffenberg.

Besonders drastisch sei die Situation in dem afrikanischen Staat Malawi. „Dort sind 6.5 Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht. Viele Mütter sehen sich dort nicht mehr in der Lage, ihre Kinder zu ernähren“, erzählt Maria-Anna Stauffenberg, selber Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Von 1993 bis 2000 hat die Familie Stauffenberg in Schongau gewohnt, danach erfolgte der Umzug nach Sachsenried.

Nähere Infos über die Hilfsaktion gibt es im Internet unter www.marysmeals.de.

Das Spendenkonto lautet: BIC: GENODED1PAX,

IBAN: DE423 706 019 340 073 750 13

Hinweis

Bei einer Filmpräsentation am Donnerstag, 17. November, um 19.45 Uhr im Gemeindezentrum in Sachsenried stellt Maria-Anna Stauffenberg den Verein Mary’s Meals vor. Interessierte sind hierzu eingeladen.

Michael Gretschmann

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