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Ehrungen bei der Musikkapelle Sachsenried: Gemeinsam mit Herbert Rauch (ASM) zeichnete der Vorsitzende Richard Demmel (l.) die „alten Hasen“ (v.l.) Helmut Kögel, Herbert Wohlfahrt und Dieter Enzensberger aus.

40. Jubiläum

Eine junge Kapelle kommt in die Jahre

Es sei eine junge Truppe, so Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann, mit Blick auf die Musikkapelle Sachsenried. Demgegenüber steht aber das Jubiläum, das der Musikverein anlässlich des Gründungsjubiläums vor 40 Jahren gerade feiern konnte. Dabei wurden Männer der „ersten Stunde“ ausgezeichnet.

Sachsenried – „Ich bin stolz, wenn ich sehe, wie viele Musiker Sachsenried stellen kann“, sagte jetzt Schwabsoien Rathauschef Siegfried Neumann. Wobei der Schwabsoier Bürgermeister gleichermaßen auf die Zahl der Mitglieder wie die musikalischen Erfolge schaute, die die Kapelle gerade jüngst erst erzielt hatte.

Und so lobte Neumann die Jugendarbeit des Vereins, es sei schön zu sehen, wie gut diese, auch mit Blick auf die Zahl der jungen Musiker, funktioniere. „Wir haben, für Sachsenrieder Verhältnisse, eine sehr starke Kapelle“, so Neumann, „die sich jetzt auch dem Wettbewerb in unterschiedlichen Wertungsspielen stellt“. Dabei betonte der Sachsenrieder auch, dass man, im Gegensatz zu früher, auch nicht mehr auf „Aushilfen“ etwa aus Ingenried angewiesen sei.

Musikalische Zeitreise durch vier Jahrzehnte

Das Stichwort „früher“ nutzte dann auch die Kapelle und nahm die Zuhörer und Jubiläumsgäste mit auf eine musikalische Zeitreise durch vier Jahrzehnte. Als Entschädigung habe man den Marsch „Sternstunden“ einstudiert, sagte Dirigent Christian Hindelang. Denn vom allerersten Marsch, dem „Neujahrsmarsch“, den die Kapelle seinerzeit unter dem Dirigenten Josef Kustermann gespielt habe, gebe es keinen kompletten Notensatz mehr. Und so verknüpften die Musiker jedes Jahrzehnt, jeden Dirigenten mit bestimmten Musikstücken. Unter Alfred Gast etwa habe man viele Polkas gespielt, erfuhren die Gäste.

Dabei gehen die Anfänge der Musik in Sachsenried bis in die 1920-er Jahre zurück, als es eine Tanzkapelle gab und auch schon eine kleine Musikkapelle in den 1930-er Jahren. 1951 dann gab es zuerst die Kleeblattkapelle und dann die Sachsenrieder Blaskapelle, die sich aber nur zwei Jahre später wieder auflöste.

Auch wenn sich viel verändert habe, so die Chronisten, in den vergangenen 40 Jahren sei doch eine Konstante geblieben, die Musikkapelle Sachsenried. Die ihren Vorläufer in den Sachsenrieder Musikanten hatte, die sich 1973 zusammengetan hatten. Diese verstärkten dann die Musikkapelle, die sich in dem Jahr gründete, in dem die CD erfunden wurde.

Zwei Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv

Von diesen Gründungsmitgliedern sind heute noch zwei aktiv in der Kapelle: Helmut Kögel und Hubert Wohlfahrt, die für ihr Engagement dann auch durch den Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden.

Ebenso wie Dieter Enzensberger, der zwar auch seit 40 Jahren in der Musikkapelle aktiv ist, allerdings nicht zu den Männern der allerersten Stunde gehörte.

Brachten es die Musiker anfangs nur auf drei Auftritte im Jahr, steigerte sich die Zahl im Lauf der Jahre deutlich. Und ehe die Kapelle noch außerhalb des Dorfes richtig bekannt war, wurde sie bei der Christmette vom Bayerischen Fernsehen gefilmt.

Jedes Jahr, so die Chronisten, ergab sich Neues innerhalb der Gruppe, die zum 20-Jährigen erstmals zum Herbstfest einlud. Und vor 13 Jahren dem ASM-Bezirk Marktoberdorf zugehörig wurde; 2012 schließlich wurde dann der Musikverein gegründet.

Unterbrochen von den Musikstücken, vergingen so die vier Jahrzehnte wie im Fluge – und damit auch der offizielle Teil des Jubiläums. So durfte Herbert Rauch vom ASM die Ehrung der „alten“ Mitglieder durchführen, während der Dirigent Josef Hindelang den Dirigentenstab weitergab. Künftig wird Anna Scholz als erste Dirigentin die Geschicke der Kapelle in die Hände nehmen, Rebekka Demmel ist ihre Stellvertreterin.

Auch Rauch lobte das Engagement der Musiker und merkte an, dass man sehr viele Noten und Tonleitern können müsse, um den Bläserlehrgang D1 oder D2 mit solchen Erfolgen zu absolvieren, wie es die Sachsenrieder jüngst getan hätten.

OLIVER SOMMER

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