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Der erste Bild eines Goldschakals in Bayern: Es stammt vom 26. April 2012.

Tier gibt weiter Rätsel auf

War der räudige Fuchs in Sachsenried gar keiner? Leserin hat Vermutung - das sagen Experten 

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War der räudige Fuchs, der zuletzt durch Sachsenried streifte, gar keiner? Eine Leserin der Schongauer Nachrichten stellt die Vermutung an, dass es sich um ein ganz anderes Tier handeln könnte. 

Sachsenried/Schongau – Hat sich tatsächlich ein Goldschakal aus Südosteuropa oder Asien nach Sachsenried verirrt? Es wäre eine kleine Sensation. Wie berichtet, war der vermeintliche räudige Fuchs vor zwei Wochen in Sachsenried aufgetaucht; vermutlich angelockt durch Katzenfutter. Gemeinderat Rudi Kögl gelang der Schnappschuss durch das Wohnzimmerfenster.

Das Bild verbreitete sich schnell. Eine Leserin der Schongauer Nachrichten will in dem Tier nun einen Goldschakal erkannt haben. Das scheue, aus Südosteuropa, Asien und Afrika stammende Tier tauchte 1997 das erste Mal in Deutschland auf, 2012 auch in Bayern. Damals tappte der Schakal im Bayerischen Wald in eine aufgestellte Foto-Falle. 2017 entdeckte man bei Freising ein totes Tier am Autobahnrand. Dieser Goldschakal war offensichtlich auf der A9 überfahren worden.

Im Landkreis Weilheim-Schongau ist der dem Wolf ähnliche, aber deutlich kleinere Schakal noch ein Unbekannter. Bestätigte Meldungen gibt es nach Angaben der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt keine. „Uns ist nichts bekannt“, sagt Helmut Stork, Sachgebietsleiter im Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung, zu dem die Behörde gehört.

Der räudige Fuchs in Sachsenried: Das Foto gelang Gemeinderat Rudi Kögl.

Der Schongauer Stadtförster Klaus Thien hat immerhin schon zwei Hinweise auf den Einwanderer erhalten. So habe eine Dame, die im Sommer vergangenen Jahres mit dem Auto zwischen Herzogsägmühle und Birkland unterwegs gewesen sei, bei ihm angerufen und von dort einen Goldschakal gemeldet. Der zweite Hinweis kam laut Thien von einem Jäger.

Bei dem fotografierten Tier aus Sachsenried handele es sich aber um einen Fuchs, sagt Thien. „Da bin ich mir sicher, solche Füchse habe ich schon zwei bis drei Dutzend mal gesehen“, erklärt der erfahrene Förster mit Blick auf die Räude, die das Wildtier entstellt.

Jagdpächter hält Theorie für unwahrscheinlich

Auch Jagdpächter Jürgen Pache, der dem kranken Tier in Sachsenried auf den Fersen ist, hält die Theorie vom Goldschakal für sehr unwahrscheinlich. Er habe den Fuchs zwischenzeitlich auch bei Tageslicht gesehen, sagt er. Das aber leider nur aus dem Augenwinkel. Laut Pache hatten die Jäger das räudige Tier ganz in der Nähe von Rudi Kögls Grundstück aufgespürt. Der Fuchs sei ihnen aber entwischt, man habe ihn nicht von seinem Leid erlösen können. „Sein Gesamtzustand wird eher schlechter als besser“, bedauert der Jagdpächter. Möglicherweise werde sich der Fuchs jetzt zurückziehen und verenden.

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