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Eltern in Sorge: Beobachtet jemand ihre Kinder?

Polizei nimmt Sorge ernst

Unheimliche Sichtungen: Unbekannter späht anscheinend Schulkinder aus

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Im Schongau späht ein Unbekannter seit Wochen Schulkinder vor einer Grundschule aus. Die Polizei nimmt die Sorge der Eltern sehr ernst.

Sachsenried – In einem Schreiben an die Eltern mahnte die stellvertretende Schwabsoier Schulleiterin Uta Held am Mittwoch zu Wachsamkeit: „Uns wurde berichtet, dass an beiden Sachsenrieder Bushaltestellen ein dunkles Auto mit GAP-Kennzeichen hält und die Kinder beobachtet“, schreibt Held an die Eltern. Sie bittet Mütter und Väter darum, mit ihren Kindern darüber zu reden, wie sie sich gegenüber Fremden verhalten sollen und weitere Vorfälle umgehend der Polizei und der Schule zu melden.

Auto soll schon häufiger gesichtet worden sein

Wie Eltern berichten, hatte das dunkle Auto mit getönten Scheiben bereits ein bis zwei Wochen vor den Weihnachtsferien mehrfach an den Bushaltestellen geparkt. „Seltsamerweise passierte das mal um 6.50 Uhr, aber auch beim späteren Bus um 7.40 Uhr“, wundert sich eine besorgte Mutter. Die Kinder wurden aber nicht angesprochen, auch sei niemand aus dem Wagen gestiegen.

Nach den Ferien, am vergangenen Montag, sei dann an der oberen Bushaltestelle ein schwarz gekleideter Mann ohne Auto gestanden. Den Kindern war er unbekannt, sie beschrieben ihn „als jünger“. Am Mittwoch parkte dann wieder das Auto mit Garmischer Kennzeichen an der unteren Bushaltestelle.

Nur eine Reihe blöder Zufälle?

Die Eltern wollen nicht ausschließen, dass es sich um „eine Reihe blöder Zufälle“ handelt. Sie bitten aber darum, die Aussagen von mehreren unabhängigen Kindern ernst zu nehmen. „Wir nehmen solche Mitteilung immer ernst“, betont Schongaus Inspektionsleiter Herbert Kieweg. Wenn die Schule nach den schneefreien Tagen wieder beginnt, werden die Beamten ihm zufolge den Bereich überwachen und kontrollieren. „Wir werden in nächster Zeit regelmäßig vorbeischauen“, kündigt der Schongauer Polizeichef an. Sollten sie das Auto mit dem Unbekannten antreffen, werde man ihn kontrollieren, versichert Kieweg.

Das Schulamt war heute zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Verantwortlichen seien „in einer witterungsbedingten Krisensitzung“, hieß es auf Anfrage.

Die Beobachtungen in Sachsenried wecken Erinnerungen an einen Fall in Asch (Gemeinde Fuchstal) im März vergangenen Jahres. Dort hatte ein Mann versucht, drei Mädchen auf dem Schulweg in seinen Lieferwagen zu locken – unter dem Vorwand, dass er bei sich zuhause interessantes Spielzeug für sie habe (wir berichteten).

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