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Ortstermin auf dem Friedhof in Sachsenried: Wie sich herausstellte, gibt es noch viel Klärungsbedarf. Die Gemeinde wird jetzt einen eigenen Entwurf für die Übernahme der Trägerschaft vorlegen.

Ortsbesichtigung in Sachsenried

Zähes Ringen um Friedhofs-Übernahme

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Nach einer Ortsbesichtigung wegen der Übernahme der Trägerschaft für den Friedhof von St. Martin in Sachsenried sind Gemeinderat und Kirchenverwaltung zunächst ohne konkrete Vereinbarungen auseinandergegangen.

Sachsenried – Um die Übernahme der Trägerschaft für den Friedhof in Sachsenreid kommt die Gemeinde nicht herum. Es zählt zu ihren Pflichtaufgaben, eine Beerdigungsstätte für die Bürger bereit zu stellen, „wenn sich die Kirchenverwaltung dazu nicht mehr im Stande sieht“, erläutert Schwabsoiens Vize-Bürgermeister Manfred Schmid. Vor rund einem Jahr sei die Kirche mit dem Thema an die Gemeinde herangetreten.

Vor der Sitzung ein Ortstermin am Friedhof

Bevor sich die Gemeinderäte am Montag dem Vertragswerk widmeten, nahmen sie den Friedhof und seine Anlagen in Augenschein. „Das Leichenhaus ist tip top saniert“, machte Rathauschef Siegfried Neumann während des Rundgangs klar. Wie berichtet, hatte die Gemeinde schon vor drei Jahren der Kirchenverwaltung unter die Arme gegriffen, indem beschlossen wurde, 50 Prozent der Sanierungskosten, maximal aber 10 000 Euro für die Sanierung des Leichenhauses zu übernehmen.

Jetzt geht es wieder ums Geld, das diesmal wohl vor allem in die Friedhausmauer investiert werden muss. Die Runde schaute sich das zu einem großen Teil aus Tuffstein errichtete Mauerwerk genau an. Es gleicht in einigen Bereichen einem Fleckerlteppich, der Putz platzt an mehreren Stellen ab. Was die Sanierung kosten wird und wer sie vornimmt, wusste bei der Ortsbesichtigung aber noch niemand.

Nicht jedes Wort auf die Waagschale legen

So stocherten die Gemeinderäte dann auch bei der anschließenden Sitzung im Sachsenrieder Feuerwehrhaus weitgehend im Dunkeln, als der Rathauschef eine Mustervereinbarung der bischöflichen Verwaltung in Augsburg vorlegte. In erster Linie gehe es um eine Zweckvereinbarung der Trägerschaft des kirchlichen Friedhofs, „mit der Aufgabe, ihn instand zu halten wie jede Immobilie“, erläuterte Kirchenpfleger Mathias Endraß, der darum bat, „nicht jedes Wort auf die goldene Waage“ zu legen.

Wie sich in der Diskussion zeigte, besteht allerdings noch sehr viel Klärungsbedarf: Insbesondere darüber, wer welche Kosten der Instandsetzung des Friedhofs übernimmt, bevor die Gemeinde das Kommando hat. Unklar ist unter anderem auch, wer sich in Zukunft um die Priestergräber kümmert und wie die Grabgebührenerstattung geregelt wird. „Es kann nicht sein, dass das ein einseitiges Geschäft wird“, hieß es aus der Runde.

Entscheidung wurde am Ende vertagt

Auf Antrag von Vizebürgermeister Schmid wurde der Tagesordnungspunkt letztlich vertagt: „Wir werden etwas ausarbeiten und der Kirchenverwaltung vorlegen“, schlug er vor. Tenor im Gemeinderat war zuvor, dass Gemeinde und Kirche sich die Kosten für die Instandsetzung teilen sollen und für die anschließende Instandhaltung allein das Rathaus zuständig ist.


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