Attacke: Gleich zwei Deutsche Schäferhunde griffen einen 7-jährigen Bub aus Sachsenried beim Spielen an. foto: archiv

Bub (7) aus Sachsenried wird von Schäferhunden angefallen

Sachsenried - Mit seiner Schwester (4) war ein siebenjähriger Sachsenrieder vergangenen Donnerstag beim Spielen auf einer Wiese. Plötzlich fallen zwei Schäferhunde über den Jungen her.

Den vergangenen Donnerstag wird der siebenjährige Otto (Name geändert) aus Sachsenried wohl so schnell nicht vergessen. Als er gerade mit seiner Schwester (4) auf einer Wiese am Ortsrand herumtollte, wurde er von zwei frei laufenden Schäferhunden angefallen. Die kleine Schwester konnte noch rechtzeitig entkommen. Das Ergebnis: Otto erlitt mehrere tiefe Kratzer, wurde wie durch ein Wunder nicht gebissen.

Dass der Vorfall noch vergleichsweise glimpflich abging, hat Otto wohl auch seinem lauten Organ zu verdanken. Er schrie nämlich aus Leibeskräften, was schließlich den Hundebesitzer auf den Plan rief, der seine Tiere zurückpfiff. Geblieben ist bei Otto der Schock, während bei seinen Eltern die Angst tief sitzt. Schließlich war es nicht das erste Mal, dass sie mit dem Hundehalter unliebsam in Berührung kamen. Erst vor einigen Wochen wurde ihr zehn Monate alter Labrador Opfer einer Hunde-Attacke. Das Tier gehört dem gleichen Besitzer, der vor Ort Schäferhunde züchtet.

Bei der Polizei ist der Fall aktenkundig. Wie Polizeichef Rudolf Fischer gegenüber unserer Zeitung mitteilte, werde der Beschuldigte jetzt vernommen und der Fall dann an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. „Die muss dann entscheiden, ob Anklage erhoben wird“, so Fischer.

Bei der Verwaltungsgemeinschaft in Altenstadt ist man unterdessen bereits aktiv geworden. Dem Verursacher soll heute ein Bescheid in Bezug auf die weitere Haltung seiner Tiere zugestellt werden. Einzelheiten dazu wollte Schwabsoiens Interims-Bürgermeister Siegfried Neumann aber noch nicht preisgeben. Begründung: „Zunächst muss es der Betroffene selbst erfahren.“ Am Montag wird das Thema Hunde übrigen auch Thema im Gemeinderat Schwabsoien sein.

Derweil hofft die Familie des verletzten Buben, der nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen konnte, „dass sich so etwas nicht noch mal wiederholt“. Die Mutter, die namentlich nicht genannt werden möchte, meinte auf Nachfrage: „Ich habe keinen Belastungseifer, möchte nur, dass meine Kinder in Zukunft sicher sind.“ Schade findet sie, „dass der Hundehalter sich mit keinem Wort nach unserem Sohn und seiner Gesundheit erkundigt hat“.

Die Hunde tun ihr leid. „Die sind bis auf zwei Stunden Auslauf immer im Zwinger. Auch nachts und bei Minusgraden. Dass die überreagieren, wundert mich da nicht.“

Stephan Penning

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