Ortsbesichtigung in der Auerberghalle: Die Gemeinderäte auf der Suche nach einer Lösung für den Umbau. mg

Sanierung der Auerberghalle: Bernbeuren unter Zeit- und Finanzdruck

Bernbeuren - Die Sanierung der Auerberghalle ist auch für den neuen Gemeinderat kein leichtes Unterfangen. Vorrangig geht es um die Erneuerung der Umkleidekabinen und die Einrichtung einer Behindertentoilette im Eingangsbereich. Wie das Gesamtkonzept unter einen Hut zu bringen ist, darüber ist noch keine Entscheidung gefallen.

„Das ist kein Luxus, wenn wir da was machen“, stellte Bürgermeister Martin Hinterbrandner bei der jüngsten Gemeinderatssitzung fest. Vorausgegangen war eine Ortsbesichtigung in der Auerberghalle. Und dort haben die neuen Räte mit eigenen Augen gesehen, wie sich der Schimmel an den Decken und Wänden der Umkleide- und Duschkabinen ausbreitet, und zwar in einem Ausmaß, „dass sich die Gemeinde schämen muss“, wenn Sportler von auswärts auf diese Zustände aufmerksam werden.

Handlungsbedarf hat auch schon der alte Gemeinderat erkannt und deshalb 80 000 Euro im Haushalt eingeplant. Einige Planungsvarianten sind bereits vorgestellt worden, sogar ein Anbau wurde in Betracht gezogen. Doch große finanzielle Sprünge kann sich die Gemeinde nicht leisten.

„Wir sollten die Planung schnellstens angehen, wobei der Kostenrahmen einzuhalten ist“, so der Bürgermeister, der von einem gewissen Zeit- und Finanzdruck sprach. Denn im kommenden Winter soll mit dem Umbau eigentlich begonnen werden, damit im Frühjahr 2015 vier neue Umkleidekabinen zur Verfügung stehen.

Doch wohin mit der Behindertentoilette? Einen Teil vom Eingangsbereich abzwacken? „Geht nicht“, sind sich die Gemeinderäte einig. Alternativen? Nun, man könnte eine der vier Umkeidekabinen für die Behindertentoilette verwenden und dann einen Zugang vom Eingangsbereich schaffen. Platz für die vierte Umkleidekabine müsste dann in einem Anbau geschaffen werden. Reicht dafür das Geld? Wahrscheinlich nicht.

Einfacher wäre es, die Behindertentoilette in einem an den Eingangsbereich angrenzenden Lagerraum unterzubringen, der bisher vom Hallenwirt Bernhard Bißle genutzt wird. Ein Vorschlag, den die Gemeinderäte eigentlich für gut halten, denn dann müsste die Planung nicht mehr komplett neu gemacht werden. „Dann könnten wir leichter einhalten, was wir dem TSV versprochen haben“, gab Gemeinderat Florian Hipp zu verstehen.

„Wir werden mit dem Hallenwirt noch einmal reden, ob er den Lagerraum abtritt“, kündigte Bürgermeister Hinterbrandner an. Dies soll bis zur nächsten Gemeinderatssitzung geklärt werden.

Eines ist jetzt schon klar: Ohne Eigenleistung der Sportler wird der geplante Umbau nicht zu bewerkstelligen sein. Das hat Gemeinderat Sebastian Dreher richtig erkannt. Und noch eines ist klar: „Es muss ein Gesamtkonzept vorliegen.“ Das hat Gemeinderat Oliver Sprenzel bisher vermisst.

mg

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