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Tolle Stimmen: Die Gruppe in.Voice in der Schloßberghalle. 

Schloßberghalle Peiting

Frauenschwarm und nachdenkliche Töne

Ein volles Haus, beste Stimmung und ein begeistertes Publikum hatte die A-Capella-Gruppe in.Voice beim Benefizkonzert zugunsten der Peitinger Bürgerstiftung in der Schloßberghalle.

Peiting – „As Beste im Leb’m muaßt dawarten kenna“ heißt ein Titel der Gruppe. Für die Fans der „Boygroup“ um den Wahl-Schongauer Georg Ruhland war das Warten am Samstag wieder einmal vorbei. Sie konnten einen der seltenen Auftritte genießen. Mit gut gelaunten Sängern, die sich bestens bei Stimme zeigten und einer wirklich beeindruckenden Licht-Show. „Mia san in.Voice und froh, dass ihr alle da seids, sonst wär koana da“, begrüßte Georg Ruhland das Publikum beim ersten Auftritt in der Marktgemeinde. Und schob gleich nach: „Die Rivalität zwischen Peiting und Schongau können wir uns nicht erklären. Wenn wir alle zusammenhalten, dann wird alles besser!“

Begeisterung: Die Besucher applaudierten viel.

An diesem Abend wurde jedenfalls alles bestens. Die Sänger brauchten bloß mit den Händen über dem Kopf zu klatschen und alle machten begeistert mit. Egal ob Peitinger oder Schongauer oder sonst wo her. Musik verbindet eben und öffnet die Herzen. Besonders, wenn sie so gefühlvoll und mit Leidenschaft daherkommt, wie die Stücke von in.Voice.

Die Gruppe präsentierte wieder einen gelungenen, Mund-gemachten Mix aus Rock, Pop und eigenen Stücken. „All rise“ (blue), „Tanz der Moleküle“ (mia), „Amadeus“ (Falco), „I just wanna live“ (Good Charlotte) oder „Girl you know it’s true (Milli Vanilli) und natürlich durfte auch der in.Voice-Dauerbrenner der ersten Stunde „Rock me Amadeus“ (Falco ) nicht fehlen. Bei „Weh do“ (HMBC) hieß es dann mitsingen. Und zwar so richtig leidend. „Stellt euch mal vor, im im Schuhgeschäft eures Vertrauens gibt’s die Manolo Blahniks reduziert aber eine Nummer kleiner“, erklärte Sopran Harald Gabl bildhaft den Besucherinnen. Er selbst wurde den Besuchern als „Testimonial für Alpecin forte“ vorgestellt. Immerhin sei Harry schuppenfrei, witzelte Tenor Wolfgang Mühlbauer über die Haar-freie Frisur. Aber auch Bass Christian Wolf, der „Maserati unter lauter Hyundais“, musste für so manchen Scherz herhalten. „Er ist ein Frauenschwarm und wie ein süßer Bär, kann sich aber innerhalb eines Liedes zum totalen Sympathieverlust singen“, kommentierte Georg Ruhland ein Lied, das von einem Bergsteiger handelt, den es vor allem auf den Gipfel zieht, weil er da seine Ruhe hat. Zweiter Tenor Konrad Lautner versuchte dagegen, sich mit gereimten Versen in die Herzen der Damenwelt zu schleichen. „in.Voice is a geile Band, des sogn alle Frauen, denn die Herrn, wenn ma’s ned kennt, soll’n schön sein anzuschauen“, reimte er augenzwinkernd.

Witz kommt eben besser an als Schönheit. Dass sie auch anders können, bewiesen in.Voice mit dem „traurigen und nachdenklichen Lied“ des kürzlich verstorbenen Roger Cicero „In diesem Moment“.

Den Moment festhalten wollten die Besucher am liebsten am Ende des mitreißenden Konzerts mit den gewohnt ausgefeilten Arrangements. Mit tosendem Applaus, Rufen und Pfiffen forderten sie eine Zugabe um die andere. Und alle, die noch nicht genug bekommen konnten, sollten sich schon mal das Konzert in Hohenpeißenberg im nächsten Jahr vormerken.

Ursula Fröhlich

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