Liedlstraße in der Schongauer Altstadt: Teilweise sind Parkplätze wegen der Schneeberge nicht nutzbar
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Liedlstraße in der Schongauer Altstadt: Teilweise sind Parkplätze nicht nutzbar, kritisiert eine Kundin.

Schongauer Altstadt

Schneeberge schlecht fürs Geschäft

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Die ergiebigen Schneefälle Mitte Januar haben weiter Nachwirkungen: Noch immer ist das Bauhofteam beschäftigt, störende Schneeberge wegzufahren. Kleine Nebenstraßen wie etwa die Amtsgerichtsstraße in der Schongauer Altstadt haben da nicht unbedingt oberste Priorität. Über die vielen belegten Parkplätze ärgert sich eine Schwabbruckerin.

Schongau – Täglich ist Ingrid Schröcker derzeit mit dem Auto in der Schongauer Altstadt unterwegs. Die Schwabbruckerin versorgt ihre Tochter, die in der Amtsgerichtsstraße wohnt. Weil diese krank ist, bringt ihre Mutter ihr regelmäßig etwas zu essen vorbei. Was gar nicht so einfach ist, wie sie schildert, denn unweit der Haustüre zu parken, ist schwierig. „In ganz Schongau belegen Schneehaufen viele Parkplätze“, moniert die Schwabbruckerin, speziell auch in Seitenstraßen wie etwa auch der Friedhofsstraße.

Wenn man nicht parken kann: „Schlecht fürs Geschäft“

Dies sei auch schlecht für die Geschäfte, so sie denn derzeit wegen der strengen Corona-Regelungen überhaupt offen haben können. „Wenn die Schongauer wollen, dass man zum Einkaufen kommt, aber keiner mehr parken kann, ist das nicht gut, das sollte viel kundengerechter sein.“ Die Autofahrer mit Parkausweisen, die viele Tage ihre Wagen nicht bewegen, würden die Sache nicht besser machen, meint Ingrid Schröcker. „Da stehen schon noch viele Autos mit Schneehauben auf dem Dach.“ Und so mancher Wagen sei außerdem so geparkt, dass er andere Autofahrer behindert. Als Beispiel nennt sie einen blauen Lieferwagen, der an der Ecke Friedhofstraße/Münzstraße regelmäßig so abgestellt sei, dass sich der Autofahrer nur ganz vorsichtig in die Münzstraße hineintasten könne.

„Parken bei Schnee war in Schongau schon immer ein Problem“

„Das Parken bei Schnee war in Schongau schon immer ein Problem“, weiß die Schwabbruckerin aus Erfahrung, „aber ich dachte halt, von einem Jahr auf das andere wird man mal gescheiter. Alles ist beeinträchtigt, das ist wirklich nicht schön.“ Was ihr in diesem Zuge aber absolut positiv aufgefallen ist: Die Behindertenparkplätze sind immer frei, lobt sie.

Am Schongauer Festplatz wird der Schnee, der im Straßenverkehr stört, abgeladen.

Das Team des Schongauer Bauhofs tut, was es kann. „Wir sind noch immer beschäftigt, in der Stadt störende Schneeberge wegzufahren“, berichtet Guido Schneider, Leiter des Schongauer Bauhofs. Vier Mann mit einem Lastwagen, einem Traktor mit Anhänger, einem Radlader und einem Schmalspurfahrzeug seien beschäftigt und türmen den Schnee am Festplatz auf. „Da ist schon eine ganz schöne Menge zusammengekommen“, so Schneider. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Sämtliche Kreuzungsbereiche im ganzen Stadtgebiet haben dabei natürlich immer Vorrang, ebenso wie Stellen, an denen Schneeberge den Straßenverkehr beeinträchtigen wie etwa Bushaltestellen. Ein Augenmerk habe man natürlich auch auf die Altstadt wie etwa die Parkplätze vor dem Rathaus. „Aber zum Schneefräsen ist es zu wenig, deshalb nehmen wir die Haufen eben Stück für Stück weg.“

„Bürger sind sehr verständnisvoll“

Was Schneider freut: Die Bürger seien sehr verständnisvoll, wenn eben Prioritäten gesetzt werden müssten. „Wir arbeiten alles ab, wenn wir Hinweise bekommen, und die Resonanz ist durchwegs sehr positiv“, so Schneider. „Es gibt keine Beschimpfungen, wie wir das schon hatten, es bewegt sich alles in einem schönen Rahmen.“ Was dann am Ende doch wieder alles durcheinanderwirbelt, sind neue Schneefälle. „Das haben wir natürlich immer als erstes im Blick“, so Schneider.

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