+
Informierte die Besucher: Christian Potthoff von der Betreibergesellschaft Inter Pares.

Info-abend zum neuen Altenheim

Platz für 120 Bewohner und eine Bierstube

Schongau - Nach dieser Informationsveranstaltung wissen auch die Betroffenen und deren Angehörige, welche Veränderungen für das Schongauer Marie–Eberth-Altenheim vorgesehen sind. Wenn die Baugenehmigung und die Bauleitplanung mit der Stadt Schongau abgeschlossen ist, können die Heimbewohner, derzeit sind es 59, in drei Jahren in das neue Haus umziehen.

„Informationen aus erster Hand,“ das war Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei dieser Veranstaltung im Schongauer Altenheim wichtig. Sie hatte dazu mit Christian Potthoff den künftigen Betreiber des Altenheimes, Fred Schoberth, Träger des Hauses von WOB-Immobilien und zuständig für den Neubau sowie Norbert Merk, Kämmerer des Landratsamtes, eingeladen.

„Ein neues Haus nach neuesten Kriterien“, verspracht Potthoff. Platz für 120 Bewohner. Ausschließlich Apartments für eine Person mit einer Miniküche und Bad. Für jeweils zwölf Bewohner werden Wohngruppen mit Aufenthaltsraum, einer kleinen Küche und einem gesicherten Garten gebildet. Im neuen Haus ist ist zudem eine eigene Gastronomie mit Bierstube vorgesehen, die sich für Feiern jegliche Art anbietet. „Ich hoffe, dass davon reger Gebrauch gemacht wird,“ meinte Christian Potthoff. Der Betreiber legt zudem großen Wert auf das Umfeld. Im Klartext, auf ein Zusammenleben mit der Stadt Schongau. Im Neubau ist zudem eine Einrichtung zur Pflegeverhinderung mit Therapeuten und eine Einrichtung zur Krankenhaus-Nachversorgung vorgesehen.

Der Zeitplan indes sieht vor, dass in eineinhalb Jahre die gesamte Bauleitplanung abgeschlossen ist und danach in noch einmal eineinhalb Jahren der Neubau auf dem 7100 Quadratmeter großen Grundstück westlich des jetzigen Hauses bezugsfertig sein wird. Nach dem Umzug wird das alte Gebäude zurückgebaut und eine Verbindung vom neuen Haus zum Krankenhaus hergestellt. Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte, man habe viel mit dem Träger verhandelt. Ihr sei es dabei wichtig gewesen, dass das Personal komplett und zu gleichen Bedingungen übernommen wird.

Für die Gäste allerdings werde es im neuen Haus teurer

So an die 200 Euro im Monat werden es es wohl sein. Nicht mehr das Landratsamt sondern „Inter Pares“ ist dann Träger des neues Hauses. Das sich auch weiterhin „Marie-Eberth-Altenheim“ nennen darf.

Norbert Merk betonte, man habe immer auf hohe pflegerische Qualität gesetzt. 120 Plätze seien für Schongau und Umgebung einfach wichtig. Der Kreis-Kämmerer sieht in der Kooperation mit dem Krankenhaus „eine glückliche Verzahnung“. Mindestens für die nächsten 25 Jahre. So lange jedenfalls ist Bindung vertraglich festgeschrieben. Heimleiterin Gisela Mair hat im Vorfeld in gleichartiges Heim von Inter Pares nach Frankfurt besucht – und war von der gesamten Einrichtung begeistert. „Ich habe ein gutes Gefühl.“ Sie hoffe jetzt, dass alle Mitarbeiter in die neuen Räumen mitgehen.

Es gab etliche Fragen aus den Reihen der Bewohner und deren Angehörigen. Beispielsweise zu einer Bahn-Haltestation am Krankenhaus oder zum Vorkaufsrecht eines Apartments. Vorkaufsrecht, so Schoberth hätten die Stadt und die Heimbewohner. Der Projektentwickler von WOB versprach, „dass nach fundiertem Planungsstand der Plan offizielle vorgestellt wird“. Neben Gisela Mair betonte auch Jochner-Weiß, dass sie bei dem neuen Haus mit neuem Träger „ein gutes Gefühl“ hat.

Walter Kindlmann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rösch-Wohnhäuser nehmen erste Hürde
Drei Wohnhäuser mit zusammen 40 barrierefreien Wohnungen und ein weiteres Gebäude, das sowohl gewerblich,  als auch zu Wohnzwecken genutzt werden könnte, sollen auf dem …
Rösch-Wohnhäuser nehmen erste Hürde
Schwarzbau wird wohl nicht abgerissen - um Fledermäuse zu schützen
Die Fledermäuse lieben den Böbinger Granerweiher. „Das Landratsamt wird es nicht so schön finden, aber ich fürchte, die Fischerhütte wird eine Dauerinstallation …
Schwarzbau wird wohl nicht abgerissen - um Fledermäuse zu schützen
Beherzt in neue Türen eintreten
Ein starker Jahrgang von 174 Schülerinnen und Schülern, von denen 28 eine Eins vor dem Komma hatten, wurde von der Pfaffenwinkel-Realschule am vergangenen Freitag …
Beherzt in neue Türen eintreten
Die Segel neu setzen
„Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel neu setzen“ – unter diesem Motto hielten die beiden Schülerinnen Philomena Reich und Annalena Müller im Namen aller …
Die Segel neu setzen

Kommentare