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Rainer Engler, Bettina Buresch und Cordula Sluyterman (v.li.) hatten die Qual der Wahl, unter 600 Bildern die zwölf schönsten auszusuchen.

Schongau blüht auf

Wo sind die Wasserflöhe?

Schongau - Was brauchen Obstbäume zum Wachsen? Wie kann ich Schmetterlinge schützen? Wie riecht eigentlich Rosmarin? Was ist ein Mikrowellen-Kürbis? Diese und viele andere Fragen rund um den Garten wurden beantwortet bei: „Schongau blüht auf! Der kleine Gartentag“ am Samstag.

Alle, die den Weg an Bürgermeister-Schaegger-Platz fanden, stach gleich eins ins Auge: Über 600 bunte Schongau-Blumen-Bilder, die Kinder wunderbar gestaltet hatten. Auf der gesamten Mauer und mehrreihig am Geländer aufgehängt, zogen die kleinen Kunstwerke die Blicke der Besucher auf sich. Doch bis zur Prämierung mussten sich die Nachwuchs-Künstler noch gedulden. Erst einmal konnten sie sich beim Bund Naturschutz über Schmetterlinge informieren. Und erfuhren beispielsweise, dass Brennnesseln nicht nur beim Hinlangen zwicken können, sondern dass sie auch der beste Raum für Raupen sind, die dann zu wunderschönen Schmetterlingen werden.

Wo sind die Wasserflöhe? Gerade für die Kleinen war der „Streichelzoo“ von Kathrin Gründers (r.) eine Attraktion.


Beim „Streichelzoo“ von Kathrin Gründer konnte man an ganz verschiedenen Pflanzen und Kräutern riechen, sie anfassen oder die kleinen Wasserflöhe ärgern, die in einem Glasbehälter neben der „Wasserpest“ fröhlich herumschwammen. Auf dem Gartenflohmarkt gab es Schaukeln, und für die Eltern Laubbläser, Harken, Chili-Pflanzen und Mikrowellen-Kürbisse. Der Gartenbauverein informierte über Streuobst und Sträucher und hatte vorgezogene Beeren, Blumen und Gemüse im Angebot.

Kartoffeln am Balkon

Ein Hingucker waren auch die liebevoll gepflanzten und dekorierten Balkonkartoffel-Kübel, die Carola Dempfle verkaufte: „Ich hab letztes Jahr nur mal aus Spaß in einen Blumentopf Kartoffeln unten rein und war begeistert, was ich im Herbst für eine Ernte einfahren konnte.“ Erfahrungen sammeln und auch weitergeben: Das ist eine besondere Stärke des „Kleinen Gartentags“, denn jeder der Aussteller konnte mit selbst erprobten Kniffs und Tricks bei den interessierten Gästen punkten.

Um die Mittagszeit packten leider einige der Teilnehmer zusammen, sie bekamen den zweiten Andrang auf die Veranstaltung gar nicht mehr mit. Um 15 Uhr schlug die Stunde der kreativen Kinder. Cordula Sluyterman, Bettina Buresch und Rainer Engler hatten es sich als Jury nicht leicht gemacht. Doch nach einer Stunde sichten, auswählen und diskutieren standen die zwölf Siegerbilder des Malwettbewerbs fest. Johanna (10), Jakob (11), Elisa (10), Leonie (10), Lisa-Marie (8), Amy (10), Damien (9), Magdalena (9), Johannes (8), Leo (8) und Schirin (7) dürfen ihre Werke demnächst auf Postkarten bewundern.

Allein Siegerin Emelie (4) war bei der Preisverleihung anwesend und durfte sich persönlich loben lassen. Doch auch alle kleinen Künstler, die nicht gewonnen hatten, gingen nicht mit leeren Händen nach Hause, denn auf einem großen Tisch warteten tolle Preise auf alle. „Wir sind zufrieden“, lautete das Fazit der Gruppe Schongau belebt, die den Gartentag organisiert hatte. „Doch wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn wir ihn vielleicht wieder auf dem Marienplatz abhalten können.

Christine Wölfle

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