Türkischer Geheimdienst spioniert offenbar SPD-Abgeordnete Müntefering aus

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Der zwölfjährige Maximilian Burkhard – hier an der Bushaltestelle in Schwabbruck – hat in Schongau nicht einsteigen dürfen und musste zu Fuß den Heimweg antreten.

Noch läuft nicht alles rund

Busfahrer lässt Schüler stehen

Schongau - Der Schulbusverkehr ist in Schongau neu geregelt worden, doch noch läuft nicht alles rund. Gleich an den ersten Schultagen hat es Beschwerden von Eltern gegeben, weil ihre Kinder nicht planmäßig nach Hause gekommen sind.

„Das kann man doch nicht machen!“ Alexandra Burkhard aus Schwabbruck ist nicht die einzige, die sich beklagt. Ihr Sohn Maximilian (12), der die siebte Klasse der Mittelschule in Schongau besucht, hatte gleich am ersten Schultag ein unerfreuliches Erlebnis. Er musste zusammen mit seinem Klassenkameraden Jeremias zu Fuß den Heimweg antreten.

Wieso das?

Der Busfahrer hatte die Schüler angeblich vor die Wahl gestellt: Entweder zwei Euro bezahlen oder draußen bleiben. Nachdem Maximilian keine zwei Euro bei sich hatte, fuhr der Bus ohne ihn davon. Handy hatte der Zwölfjährige keines dabei, also stapfte er zusammen mit seinem Freund Jeremias zu Fuß heimwärts. In Altenstadt suchten sie die Oma von Jeremias auf, von dort telefonierten sie nach Schwabbruck und ließen sich abholen.

Aber nicht nur Maximilian und Jeremias, sondern auch andere Schüler ließ der Busfahrer stehen, weil sie die zwei Euro nicht bezahlen wollten, berichteten Eltern.

Mehrere Klagen in den ersten Tagen

Tags darauf die nächsten Klagen. Da waren angeblich sechs Schüler aus Krottenhill betroffen. Als sie mittags einsteigen wollten, verwies der Busfahrer sie auf den nachfolgenden Bus. Doch der fuhr gar nicht nach Krottenhill. Also mussten erneut Eltern einspringen. Auch Schülern aus Schwabbruck ist es Mittwochmittag so ergangen, berichteten deren Eltern der Heimatzeitung.

Dass es beim Schulbusverkehr einige „Unstimmigkeiten“ gegeben hat, ist auch Frank Pfaffenberger, dem Leiter der Mittelschule Schongau, bekannt. Er bittet aber um Geduld. „In der zweiten Schulwoche spielt sich das sicherlich ein“, ist Pfaffenberger überzeugt.

Auch Ralf Kreutzer, Niederlassungsleiter des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) in Weilheim, bittet um Verständnis, wenn am Anfang nicht gleich alles klappt. „An den ersten Schultagen ist meistens alles anders. Da gibt es noch keinen Nachmittagsunterricht, deshalb ist der Ansturm der Fahrschüler in der Mittagszeit größer“, gibt Kreutzer zu verstehen.

Vorfall schwer nachvollziehbar

Der RVO-Niederlassungsleiter weist – wie auch Mittelschulleiter Frank Pfaffenberger – darauf hin, dass die Busfahrer angewiesen worden sind, an den ersten Schultagen die Fahrausweise nicht zu kontrollieren, da diese in der Regel erst nach einigen Tagen vorliegen. Deshalb ist es für Kreutzer schwer nachvollziehbar, dass ein Busfahrer Geld von Schülern verlangt hat. Das sei wohl nur damit zu erklären, dass die Schüler in einen Bus einsteigen wollten, der nicht im Auftrag des RVO eingesetzt war, so Kreutzer.

Michael Gretschmann

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