Die Blitzer-Zahlen von 2015.

Verkehrsüberwachung in Schongau

Colmarer Straße bleibt Raser-Schwerpunkt

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Schongau - Mitte 2013 wurde vom Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Oberland (KVO) erstmals in Schongau geblitzt. Nach Absprache mit der Stadt wird festgelegt, wo und wie oft die Geschwindigkeit kontrolliert wird, und aus den vergangenen beiden Jahren ergeben sich interessante Vergleichwerte.

Zum Beispiel, dass im Jahr 2015 nur noch 53 Mal gemessen wurde, während es 2014 noch 81 mehrstündige Kontrollen gab. Demzufolge sank auch die Zahl der kontrollierten Fahrzeuge von 31 090 auf 20 483 und die der Verstöße von 1671 auf 1223. Der Anteil der Raser an den kontrollierten Fahrzeugen stieg marginal von 12,2 auf 12,9 Prozent an.

Strafzettel verteilt künftig nicht mehr die Stadt

Bei den einzelnen Straßen ergeben sich durchaus Veränderungen. So wurde in der Zugspitzstraße 2014 mit elf Mal am häufigsten kontrolliert, auch 2015 waren es noch acht Kontrollen – die Beanstandungsquote stieg trotzdem leicht von 6,9 auf 7,9 Prozent. Dagegen scheinen die Kontrollen in der Säulingstraße entlang des Forchet-Waldes gewirkt zu haben: Waren dort 2014 an zwei Messpunkten noch 17,1 und 16,4 Prozent aller Autofahrer zu schnell unterwegs, sank die Zahl 2015 beachtlich auf 8,9 bzw. 8,3 Prozent. Auch in der Wilhelm-Köhler-Straße könnten die Kontrollen ein Indiz für den Rückgang von 22 auf 14,9 Prozent sein.

Teilweise haben die Blitzer aber nichts gebracht

Nicht geholfen haben die Blitzer dagegen in der Colmarer Straße: Bereits 2014 wurde dort neun Mal kontrolliert, 2015 genauso oft, was den Spitzenwert darstellt – und trotzdem war mit 22 bzw. 22,9 Prozent fast jeder vierte Autofahrer zu schnell.

Spitzenreiter ist und bleibt die Lechuferstraße – allerdings nur an einem von zwei Messpunkten: Während der eine mit 8,6 bzw. 7,1 Prozent relativ unauffällig ist, brachte die einzige Kontrolle am anderen Standort sogar noch eine Steigerung zum Vorjahr: 2014 waren dort 24 von 60 Fahrer zu schnell (40 Prozent), 2015 sogar 69 von 155 (44,5 Prozent). Dort war im Jahr 2015 auch der mit Abstand schnellste Raser unterwegs mit 41 bis 50 km/h mehr als erlaubt. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer wurde noch in der Marktoberdorfer Straße mit 31 bis 40 km/h zu schnell geblitzt. Ansonsten ist die Mehrzahl der Schnellfahrer mit moderaten 6 bis 10 km/h erwischt worden (ca. 65 Prozent), weitere rund 20 Prozent waren 11-15 km/h zu schnell.

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