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Fasching im Frühling kommt blendend an

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Akrobatische Einlagen: Die Faschingsgarden konnten auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz endlich zeigen, was sie in den vergangenen beiden Jahren einstudiert haben.
Akrobatische Einlagen: Die Faschingsgarden konnten auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz endlich zeigen, was sie in den vergangenen beiden Jahren einstudiert haben. © Hans-Helmut Herold

Fasching Ende Mai? Das ist ungewöhnlich. Für die Schongauer Faschingsgesellschaft war das Frühlingsfest am Samstag jedoch die erste Chance seit Langem, sich endlich wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Idee einer Feier außerhalb der üblichen Faschingssaison ganz ohne Verkleidungen kam bei den Schongauern gut an.

Schongau – Beim ersten „dreifach kräftigen Lechau“ von Alexander Blasi, mit dem er das Publikum beim Frühlingsfest begrüßte, war mehr als nur seine Freude am Fasching herauszuhören. Mit breitem Grinsen im Gesicht konnte der Präsident der Schongauer Faschingsgesellschaft (SFG) nicht verbergen, dass er dankbar war, nach der langen Corona-Zwangspause endlich wieder Zuschauer zu begrüßen.

Seit zwei Jahren dabei und noch nie einen Auftritt

„Wir haben Mädels in den Garden, die sind seit zwei Jahren dabei und hatten noch nie einen Auftritt“, erzählte Blasi nach der Eröffnung der Feier. Dies sei besonders schade, da das Training bis auf einige Einschränkungen während der Lockdowns immer stattfand. „Es wurden viele neue Tänze einstudiert, die bisher noch nie der Öffentlichkeit gezeigt werden konnten“, bedauerte der SFG-Chef. „Wir wollen zeigen: Wir sind noch da“, erklärte er.

Um dies in die Tat umzusetzen, gab es nun auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz die Möglichkeit. Die gesamte SFG hatte diesem Tag seit Wochen entgegengefiebert. Doch bis zuletzt bereitete das wechselhafte Wetter Sorgen. „Ich hab’ alle paar Stunden den Wetterbericht angeschaut“, sagt Blasi lachend. Letztendlich war die Regenwahrscheinlichkeit für Samstag sehr gering, die Temperaturen waren angenehm und die Sonne verdrängte die Wolken. Dem geselligen Beisammensein stand also nichts mehr im Wege. Trotzdem hatten sich die Organisatoren beim Aufbau noch Gedanken gemacht: Würden genug Leute kommen zu einem solchen Gardespektakel ganz ohne Verkleidungen und den üblichen Trubel der närrischen Zeit? Schließlich war das Frühlingsfest komplettes Neuland für die SFG.

Die Bänke füllten sich zuerst zögerlich, dann kamen viele Besucher

„Wir haben für 200 bis 500 Leute geplant“, war Blasi zu Beginn des Festes noch unsicher, was er an diesem Tag zu erwarten hatte. Schnell konnte er aber aufatmen. Füllten sich die Bierbänke anfangs zwar nur zögerlich, war schon kurz nach dem traditionellen Gardemarsch der Prinzengarde die 200er-Marke geknackt. Bei Wurstsalat, Obatzden, Bratwurst, Kuchen und allerlei Getränken war den Schongauern anzusehen, dass sie Lust hatten, wieder gemeinsam zu feiern.

Während die Erwachsenen ratschten zwischen den Darbietungen, konnten die Kinder sich in der aufgestellten Hüpfburg austoben. Der Höhepunkt für Groß und Klein waren aber natürlich die Auftritte der Garden. Neben der Prinzengarde zeigte auch die Teeniegarde, was sie drauf hat und präsentierte verschiedene Showtänze. Ob Hebefiguren, Sprünge oder komplizierte Formationen: Zu fröhlichem Klatschen demonstrierten die Garden, was sie die letzten beiden Jahre trainiert haben. Drei Mal präsentierten sie ihr Programm, das noch nie auf einer Bühne zu sehen war.

Schon am 25. Mai wird weitergefeiert. Dann steigt ab 20 Uhr der Frühlingsball der SFG im Jakob-Pfeiffer-Haus
Und hoch das Bein: Schon am 25. Mai folgt der nächste Auftritt. © Ursula Gallmetzer

Auch für die musikalische Unterhaltung gesorgt

Den ganzen Nachmittag über sorgte vor und nach den Darbietungen die Band „Yokio“ für Unterhaltung. „Es war gar nicht so leicht, eine Band zu finden“, gab Blasi Einblicke in die Planungen. Denn gerade seien die meisten an den Wochenenden mit Hochzeiten beschäftigt. Praktisch, dass ein Mitglied der SFG-Vorstandschaft mit seiner eigenen Musikgruppe aufwarten konnte. Diese begleitet die Gäste dann auch bis in die Abendstunden.

Lange Zeit zum Ausruhen bleibt den Mitgliedern der SFG nun aber nicht. Bereits am Mittwoch, 25. Mai, steigt ab 20 Uhr ihr Frühlingsball im Jakob-Pfeiffer-Haus in Schongau. Der muss zwar ohne ein Prinzenpaar auskommen, aber wartet dafür mit Tanz und Musik auf.

Rückblick: Fasching zu Corona-Zeiten ist einfach etwas Besonderes, so war es in diesem Jahr in Schongau

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