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Willkommen beim Verkehrsverstoß: Der Autofahrer fährt verbotenermaßen in die Fußgängerzone, die vorderen Autos rechts dürften dort eigentlich auch nicht stehen. Eine tägliche Szenerie.

Krankes Kind, kein Parkplatz

Fußgängerzone: Mutter ärgert sich über Strafzettel

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Schongau - Knapp einen Monat gibt es sie schon, die Fußgängerzone in Schongau. Doch die Autofahrer haben sich immer noch nicht so recht an die neue Regelung gewöhnt. Und ab und zu gibt es auch einen Strafzettel.

Das ist auch Patti Ka aus Schongau passiert, die mit ihrer drei Monate alten Tochter zum Kinderarzt musste – allerdings keinen Parkplatz fand. „Ich bin die ganze Stadt abgefahren. Nachdem ich nach zehn Minuten immer noch nichts gefunden hatte, habe ich mir gedacht, ich stelle mich zu den Autos in der Fußgängerzone wo auch zwei Plätze frei waren“, schreibt sie den Schongauer Nachrichten auf Facebook. Zurück am Auto habe sie ein Knöllchen in der Hand gehalten. Für die junge Mutter unverständlich: „Es stand ,Lieferverkehr frei‘ auf der linken Seite. Somit bin ich davon ausgegangen, dass Lkw bis hinter fahren dürfen und nicht die Parkplätze gemeint sind.“ Patti wünscht sich: „Die Beschilderung sollte gescheit erklärt werden.“

Schilder nach Vorschrift

Die sei jedoch verkehrsrechtlich vorgeschrieben, betont Yvonne Voigt von der Stadt Schongau. „In eine Fußgängerzone darf man nun mal nicht hineinfahren. Das sind die ganz normalen Verkehrsregeln.“ Parken ist nur auf den ausgewiesenen Flächen erlaubt. Und zwar auf den sechs Stellplätzen in der Mitte des Marienplatzes gegenüber des Hotels Alte Post. Ihnen gegenüber ist kein Parken mehr genehmigt, da dort die Fußgängerzone ausgewiesen ist. Im verkehrsberuhigten Bereich östlich des Ballenhauses gibt es außerdem einen Behindertenparkplatz.

Wer sich nicht daran hält, muss zahlen. So wie Patti Ka. Die ärgert sich: „Soll eine Mutter mit ihrem Neugeborenen im Regen durch die ganze Stadt laufen, sodass das Kleine oder sie auch noch krank werden? Und zusätzlich noch 30 Euro zahlen?“ Sicherlich eine ungute Situation. Eine Ausnahme macht die Stadt aber trotzdem nicht.

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