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Jugendreferent Helmut Hunger (Mitte) im Gespräch mit Miriam Gerhardt, die im Rahmen des Ferienprogramms mit einer Gruppe Kinder den Grillplatz besuchte.

Eine Bilanz nach 13 Monaten in der Rösenau

Große Resonanz auf Grillplatz

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Schongau - Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass in der Rösenau nahe dem Klärwerk der Grillplatz seiner Bestimmung übergeben wurde. 13 Monate danach fällt ein erstes Fazit durchaus positiv aus.

Bürgermeister Falk Sluyterman, Vertreter des Stadtrats (darunter die Jugendreferenten Mona Maucher und Helmut Hunger), Stadtförster Klaus Thien sowie Bauhofmitarbeiter waren seinerseits mit von der Partie. Heute, 13 Monate später, fällt das Resümee recht positiv aus. „Wenn ich hinten war und das war nicht selten, weil ich in der Nähe wohne, war eigentlich immer etwas los“, freut sich Helmut Hunger über die Akzeptanz des Angebots, sagt: „Ich meine, dass sich die Investition absolut ausgezahlt hat.“ Gerade am Wochenende sei dort bei entsprechendem Wetter kaum noch ein Platz zu ergattern, „so gut ist das frequentiert“.

Es herrscht gutes Miteinander 

Auch mit seinen eigenen Kindern sei er schon dort gewesen und habe ein hervorragendes Miteinander unter den Nutzern registriert. „Als wir kamen, feierte dort eine türkische Großfamilie, die sofort enger zusammengerückt ist, damit wir auch Platz haben“, war er sichtlich angetan. Mehr noch. „Die haben uns sofort etwas von ihren mitgebrachten Speisen angeboten. Das war schon fast unangenehm, weil wir uns nicht revanchieren konnten, da wir nur Schweinefleisch dabei hatten, was Türken bekanntlich nicht essen.“

Als weniger angenehm empfindet Hunger hingegen, „dass der Platz dort zumeist komplett zugeparkt ist“. Dies sei eigentlich nicht Sinn der Sache gewesen, „weil Kinder dann weniger Betätigungsfläche haben“. Und: Es sei eigens ein Parkplatz an der Straße angelegt worden, doch siege offensichtlich die Bequemlichkeit. Vermisst hat Hunger auch den Restmüllcontainer, der seinerzeit aufgestellt worden sei. Den gibt es auch nicht mehr, verrät der neue Bauhofleiter Bernd Liebermann, meint: „Wir wollen, dass die Leute ihren Müll wieder mitnehmen. Die Stadt bzw. der Bauhof können solche Arbeiten nicht auch noch leisten.“ Vielmehr müsse man auf die Solidarität der Nutzer setzen.

Scherben sind ein Problem für Kinderfüße

Keine gute Kunde hat sie auch für Miriam Gerhardt, die im Zuge des Schongauer Ferienprogramms mit einer Gruppe Kinder den Grillplatz besuchte und dabei die vielen kleinen Scherben kritisierte, „die durchaus zum Problem für Kinderfüße werden können“. Liebermann sieht jedoch auch hier keine Chance eines städtischen Einsatzes. „Wir müssten dann den Kies quasi jede Woche abziehen, das ist zu aufwendig.“ Deshalb appelliert er an die Bürger, sollte etwas zu Bruch gegangen sein, dies in Eigenregie wieder zu entsorgen. Wie auch Müll, der beim Grillen entstehe.

Was die bei der Installierung befürchtete Zerstörungswut angeht, so sind sowohl Hunger wie Liebermann durchaus erfreut. „Seit die Sicherheitswacht dort immer wieder Zwischenstopps einlegt, ist die Zerstörungswut deutlich weniger geworden.“ Und: Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung agiere auch durchaus vernünftig.

Schwere Bänke für die Sicherheit

Deshalb sind allerdings auch im Vorfeld schon diverse Vorkehrungen getroffen worden. So hat Stadtförster Klaus Thien beispielsweise eigens schwere Bänke gefertigt, die man nicht so schnell in Brand setzen kann. Problematischer verhält sich das schon beim Grill selbst. Der Rost wurde zunächst einbetoniert, „doch dann wurde dort ein riesiges Lagerfeuer gemacht, weshalb die Steine gesprengt wurden“, erklärt Bauhofleiter Liebermann, warum der Rost jetzt mittels Dübeln befestigt ist. „Das war seinerzeit der reine Mutwille, etwas zu zerstören“, ist er überzeugt. Alles in allem, sagt Helmut Hunger,„stellt der Platz jedoch eine kolossale Bereicherung da“. Vor allem auch für Familien mit Kindern, die daheim eine solche Möglichkeit nicht hätten.

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