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Trotz weniger Besucher: Fazit zu Historischem Markt 2022 fällt „hervorragend“ aus

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Von: Elena Siegl

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Die Trommelgruppe „Pura Vida“ zeigte ihr Können auf dem Historischen Markt in Schongau.
Die Trommelgruppe „Pura Vida“ zeigte ihr Können auf dem Historischen Markt in Schongau. © Hans-Helmut Herold

Auch wenn die Besucherzahlen zurückgingen, zieht Organisator Manfred Wodarczyk ein durchweg positives Fazit für den Historischen Markt 2022 in Schongau.

Schongau – Elf Tage „Schongauer Sommer“ auf dem Volksfestplatz sind schon wieder vorbei. Zeit für den Organisator Manfred Wodarczyk, eine Bilanz zu ziehen. Und die fällt „hervorragend“ aus, wie er auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärt. Viele Besucher seien wieder gekommen. Vor allem Menschen aus dem Umfeld und Urlauber begutachteten die Waren an den zahlreichen Ständen, schlemmten und staunten über die Auftritte der Schausteller.

Schade sei freilich, dass weniger Schongauer über den Mittelaltermarkt schlenderten als in Vorjahren, so Wodarczyks Beobachtung. Insgesamt rund 30 Prozent weniger Besucher als zu Bestzeiten verbuchte man, genaue Zahlen will Wodarczyk noch nicht nennen. Heuer wurde für den Markt erstmals Eintritt verlangt – fünf Euro pro Tag bzw. 15 Euro für alle Tage. Ihren Unmut darüber hatten einige auch gegenüber Wodarczyk kundgetan. „Aber darauf lasse ich mich nicht ein“, nimmt er es gelassen.

Einen Wanderfalken hält die neunjährige Lea vom Stand der Spinnerinnen auf dem Arm. Der Vogel gehört den Falknern Sylvia und Bernhard Kraus.
Einen Wanderfalken hält die neunjährige Lea vom Stand der Spinnerinnen auf dem Arm. Der Vogel gehört den Falknern Sylvia und Bernhard Kraus. © Hans-Helmut Herold

Schongauer Sommer: Rahmenprogramm ausbauen

Vor Ort jedenfalls habe es keinerlei Beschwerden gegeben. Weder von Fieranten und Schaustellern, noch von Besuchern. Im Gegenteil, so Wodarczyk. Er habe sogar zahlreiche positive Rückmeldungen bekommen, dass die Eintrittspreise „absolut in Ordnung“ seien für das Programm, das geboten wurde.

Das könnte künftig wohl noch etwas umfangreicher ausfallen, da heuer „der ein oder andere Euro mehr eingenommen“ wurde. Geld, das etwa in weitere Musikgruppen investiert werden könne. Wobei die Corona-Zeit das Angebot leider ausgedünnt hätte, sagt Wodarczyk. Es sei gar nicht so einfach, gute Bands für den Markt zu finden.

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Schongauer Sommer: Standbetreiber wollen wieder kommen

Dass der Markt mittags unter der Woche kostenlos besucht werden konnte, sei bei den Leuten wohl nicht angekommen, befürchtet Wodarczyk. Zumindest wurde das Angebot kaum angenommen. An heißen Nachmittagen sei der Markt traditionell schlechter besucht, die Leute zieht es dann eher an den See. Abends allerdings seien alle Markttage wieder „sehr gut besucht“ gewesen. „Es war toll.“

Vor allem die Sauberkeit und das Umfeld – „die Leute, die dabei waren“ – sowie der unkomplizierte Ablauf wurden laut dem Veranstalter gelobt. Und: „Alle Standbetreiber wollen wiederkommen“, freut sich Wodarczyk. Einige hätten bereits nach Anmeldemöglichkeiten für den Historischen Markt 2023 gefragt. Auch deshalb fällt Wodarczyks Fazit positiv aus.

In den kommenden drei Wochen dreht sich für den Verein „Schongauer Sommer“ nun erst einmal alles um Abrechnungen. Außerdem soll der diesjährige Markt besprochen werden, bevor dann schon die Planungen für den nächsten Historischen Markt starten. Wodarczyk steht im Kontakt mit der Theatergruppe „Treibhaus“. Wie berichtet, ist für das kommende Jahr wieder eine Kooperation mit einem Festspiel angedacht. Der Theaterverein will das vom Vorsitzenden Maximilian Geiger selbst geschriebene Stück „1493“ auf die Bühne bringen.

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