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Junge Preisträger lassen Musik sprechen

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Zufriedene Zuhörer beim Konzert der Preisträger im Sparkassenforum in Schongau. © rwg

In Landsberg war es beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ noch die Pflicht. Im Sparkassenforum in Schongau präsentierten die jungen Musiker jetzt die Kür.

Schongau – 41 Preisträger aus verschiedenen Altersklassen zeigten im voll besetzten Saal in einem begeisternden Konzert ihr Können. Dank der immer wieder hervorragend funktionierenden Arbeit der Musikschule im Pfaffenwinkel mit ihren engagierten Lehrkräften, in Kombination mit der Unterstützung der Schongauer Sparkasse und des Fördervereins der Musikschule Schongau, konnten auch heuer wieder junge musikbegeisterte Kinder und Jugendliche am Regionalwettbewerb teilnehmen.

Die Arbeit zahlt sich aus für die jungen Künstler: die über achtjährigen frisch gebackenen Preisträger dürfen im April in Bad Kissingen am Landeswettbewerb teilnehmen, und die jüngeren Teilnehmer haben durch die Auszeichnung im Regionalwettbewerb den Ansporn erhalten, weiter ihr Musikinstrument zu spielen. Und diesen Ansporn, diese Lust am Musizieren, diese Spielfreude, spürte bei dem Konzert jeder einzelne Zuhörer im Saal des Sparkassen-Forums.

Karl Höldrich, Direktor der Musikschule im Pfaffenwinkel, kündigte das schon im Vorfeld an „Wir lassen die Musik sprechen“, sagte er. Alle Preisträger namentlich zu erwähnen, würde den Rahmen sprengen. Und einige junge Künstler herauszugreifen, wäre den anderen nicht gerecht.

Aber ein Gesamteindruck kann hier gezogen werden: Jeder einzelne junge Künstler ging mit einer bewundernswerten Leidenschaft ans Werk. Und dazu muss auch die enorme musikalische Ausdruckskraft erwähnt werden, die bei noch so jungen Talenten doch sehr verblüfft. Die ganze Seele wird da hineingelegt, die unbändige Freude an der Musik gezeigt.

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Das Trompeterensemble mit Lorenz Eglhofer (Epfach), Lena Schmid und Raphael Steinmeier (beide Denklingen). © rwg

Dazu passt dann auch, dass nicht einfach das Stück heruntergespielt wird und man schnell weg will von der Bühne. Im Gegenteil. Der gesamte Rahmen für eine gelungene Darbietung stimmt.

Die drei Mädels vom Bläserensemble (Querflöte, Fagott, Oboe) hatten sich bunte Tücher in Regenbogenfarben um den Hals gebunden und spielten einen fröhlichen Blues. Die beiden Schlagzeuger erschienen natürlich ganz leger in saloppen T-Shirts und Jeans und schlugen fetzigen Rhythmus. Die Mädchen vom Violinensemble traten in eleganten schwarzen Kleidern auf und hatten sich eine tiefrote Blume ins Haar gesteckt.

Auch die präsentierten Stücke waren so facettenreich, wie Musik nur sein kann. Das Klavierstück „Le petit“ von Claude Debussy wurde passenderweise von einem erst Fünfjährigen mit äußerster Konzentration geboten. Man hörte Werke von Bach und Beethoven, aber auch vollkommen Unbekanntes, wie beispielsweise ein wunderschönes japanisches Stück „Haiku C-dur“ auf einer Harfe. Das dreiköpfige Blockflötenensemble verteilte musikalische „Kopfnüsse“ von Agnes Dorwarth und hatte noch etwas ganz Besonderes zu bieten. Auf zwei Tenorflötenköpfen und einem Bassflötenkopf zauberten sie bei einem Terzetto nie gehörte Töne in den Raum, und dass sie dabei über die Bühne tanzten, war ganz selbstverständlich.

Neben Mitwirkenden aus dem Raum Landsberg, waren natürlich auch Teilnehmer aus Schongau und Umgebung vertreten. Den Zuhörern waren die „alten Hasen“ selbstverständlich schon bekannt und bejubelten ihren Auftritt. Aber Jubel, Applaus und Anerkennung erhielt jeder der 41 Preisträger an diesem Abend. Und das war mehr als verdient.

Regina Wahl-Geiger

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