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Der neue Eingang zum Stadtfriedhof ist fertig: Bei der Eröffnung dabei waren (v.l.) Stadtrat Friedrich Zeller, Stadtbauamts-Mitarbeiter Robert Thomas, Bürgermeister Falk Sluyterman, die Stadträte Martin Schwarz (mit Sohn Paul vorne) und Barbara Karg.

Neuer Zugang eröffnet

Vom Münzgebäude direkt auf den Friedhof

Schongau - Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis der Vorschlag von SPD-Stadtrat Martin Schwarz umgesetzt wurde: Gestern wurde der zusätzliche Zugang vom Parkplatz am Münzgebäude auf den westlichen Teil des Schongauer Stadtfriedhofes von Bürgermeister Falk Sluyterman eröffnet.

„Gut Ding will Weile haben“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman bei der offiziellen Eröffnung des neuen Eingangs im Westen des Schongauer Stadtfriedhofes. Tatsächlich hat es gedauert, bis der Antrag, den Stadtrat Martin Schwarz am 27. Oktober 2014 vorgebracht hatte, in die Tat umgesetzt wurde. Das hatte verschiedene Gründe, sagte Robert Thomas vom Stadtbauamt. Zunächst hätten größere Projekte Vorrang gehabt, außerdem musste eine Entscheidung der Unteren Denkmalschutzbehörde abgewartet werden. Die musste klären ob und wenn ja wie so ein Durchgang an dieser Stelle überhaupt möglich sei.

Barrierefreier Zugang war im Gespräch 

Als der Haushalt genehmigt und alle offenen Fragen geklärt waren, konnte der Durchbruch der Mauer beginnen. Die ortsansässige Bau- und Kunstschlosserei Schönstein startete dieAnfertigung des Tores, was Otmar Schilcher (71) übernahm. Er ging bei Robert Schönstein sen. in die Lehre und stand dem Meister schon bei der Herstellung der beiden anderen eisernen Zugangstore des Gottesackers zur Seite. Das Dritte schmiedete er nun selbst.

Da zwischen dem Parkplatz am Münzgebäude und dem Friedhof rund ein Meter Höhenunterschied besteht, war laut Robert auch ein barrierefreier Zugang im Gespräch. Der konnte jedoch nicht realisiert werden – dazu wäre eine 18 Meter lange Rampe nötig gewesen. Der Vorschlag einer Hubvorrichtung wurde ebenfalls nicht weiter verfolgt. Die Stadt befürchtete Vandalismus und zweifelte, ob vor allem ältere Bürger so eine Konstruktion annehmen würden.

Die Kosten sind sogar gesunken

Positiv hob Thomas hervor, dass durch den neuen Eingang eine direkte Anbindung an die Hauptwege in unmittelbarer Nähe zur Wasserentnahme erfolgt. Zudem habe es nur geringe Eingriffe in bestehende Grabreihen gegeben, es entfielen keine Parkplätze, die Lage im Randbereich des Platzes sei in Hinsicht auf mögliche zukünftige Neugestaltung und touristische Nutzung von Vorteil – und billiger wurde es auch: Die Kosten von 7500 Euro lagen um 500 Euro unter dem von der Stadt veranschlagten Preis.

Dem konnte SPD-Stadträtin Barbara Karg noch einen weiteren Vorteil hinzufügen: „Für Angehörige ist dieser Zugang gut, sie können hier parken und ihren Grabschmuck leicht zu den Gräbern transportieren.“ Deshalb könne sich, auch wenn es gedauert habe, das Ergebnis sehen lassen, waren alle Beteiligten überzeugt.

Franziskus Reich

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