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Kinder sind fest im Ort verankert

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Von: Jörg von Rohland

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Jede Menge Platz zum Spielen und zum Toben haben die Tabaluga-Kinder in Schongau. © Tabaluga-Stiftung

Die Tabaluga-Stiftung bedankt sich einmal mehr bei der Schongauer Familie Holzhey, die der Einrichtung für in Not geratene Kinder vor zehn Jahren ihr Elternhaus zur Verfügung gestellt hat. Das Projekt blüht.

Schongau – Die Tabaluga-Stiftung fängt misshandelte und traumatisierte Kinder auf, bietet ihnen den größtmöglichen Schutz und ganz viel Geborgenheit. Dass die Mädchen und Buben auch in Schongau einen festen Platz haben, ist den Brüdern Georg und Fritz Holzhey zu verdanken, die der Tabaluga-Stiftung vor zehn Jahren das Haus ihrer Eltern zur Verfügung gestellt und sogar die Umbaukosten übernommen hat. Das kleine Jubiläum wurde jüngst gebührend gefeiert.

Fritz Holzhey hat die Entscheidung, das Haus nach dem Tod seiner Mutter herzugeben, nie bereut. Ganz im Gegenteil: „Wir sind sehr froh, dass wir das gemacht haben“, sagt der 75-Jährige, der mit seiner Frau Uschi in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt. Das Verhältnis zu den Kindern ist so herzlich, dass es sogar vorkommt, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten bei den Holzheys vorbeikommen. So erinnert sich der 75-Jährige zum Beispiel lebhaft daran, wie vor drei Jahren ein Bub vor ihm stand: Sollte es in der Kindergruppe noch ein einziges mal Spinat geben, werde er bei ihm einziehen, sagte er kess zu Holzhey.

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Die Stiftung in Person von Katja Hafenmeier (l.) und Jürgen Haerlin (r.) bedankt sich bei Fritz und Uschi Holzhey. © Tabaluga-Stiftung

Mal vom Spinat abgesehen haben die 16 bis 18 Kinder in Schongau bestimmt keinen Grund, sich bei Tabaluga zu beklagen. „Das Haus wird sehr gut geführt“, versichert Holzhey, der die Einrichtung nach wie vor auch finanziell unterstützt. Auf die Stiftung war der Schongauer seinerzeit aufmerksam geworden, als er die Finka von Peter Maffay auf Mallorca besichtigt hatte. Der Musiker aus Tutzing ist Tabaluga-Schirmherr und lädt die Kinder regelmäßig in die Finka zum Urlaubmachen ein. „Sie dürfen sogar auf seiner Jacht mitfahren“, weiß Holzhey, der nach seinem Mallorca-Besuch Kontakt zu Stiftungschef Jürgen Haerlin knüpfte. Dieser hatte Tabaluga 1998 gegründet: „mit dem Zweck, Kindern, Jugendlichen und deren Familien in akuten Notlagen zu helfen und beizutragen, dass sich deren Situation langfristig verbessert“.

Auch in Schongau seien die Kinder im Mittelpunkt der Gesellschaft angekommen, heißt es. „Die Mädchen und Buben sind fest in die Gemeinschaft integriert, besuchen die örtlichen Schulen, sind in der Musikschule Schongau und in den unterschiedlichsten Sportvereinen aktiv.“ Die gute Vernetzung sei vor allem auch auf die enge Verbindung zu den Familien Holzhey zurückzuführen“, bedankt sich die Stiftung ausdrücklich. Deren unmittelbare und herzliche Nachbarschaft zu den Tabaluga-Kindern sei ein nicht zu unterschätzender Bestandteil zur konstruktiven und gestärkten Entwicklung der Kinder „zu selbstbewussten und glücklichen Erwachsenen“.

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