Sehr beliebt waren in diesem Sommer die Floßfahrten auf dem Lech zwischen Schongau und Burggen. 53 Mal stach das Floß in See, 1466 Teilnehmer wurden bei den Fahrten gezählt.
+
Sehr beliebt waren in diesem Sommer die Floßfahrten auf dem Lech zwischen Schongau und Burggen. 53 Mal stach das Floß in See, 1466 Teilnehmer wurden bei den Fahrten gezählt.

Tourismusverein Schongau zieht trotz Corona positive Floß-Bilanz – Wie im Vorjahr 53 Fahrten

1466 Gäste auf dem Lech unterwegs

Alois Sporrer zeigt sich mehr als zufrieden: Er hat in diesem Jahr das Kommando über das Lechfloß von Hans Hartung übernommen. Mit allem Drum und Dran. Vom Anfang an war er beim Zusammenbau des neuen Floßes dabei und führte das Regiment während der gesamten Saison.

Schongau – Das ging von der Einteilung der Floßführer bis hin zu kleinen Wartungsarbeiten. Sein Urteil am Ende der Saison: „Es ist ein super Team von Floß- und Stadtführern, auf das man sich zu 100 Prozent verlassen konnte.“

Und wenn Kapitän Alois schon mal lobt, soll’s wirklich was heißen. Besonders beeindruckt haben ihn die beiden neuen Floßführer Thomas Eimer und Sigi Schmid. Beide hatten über den Winter schwer gebüffelt und dann ihren Bootsführerschein gemacht. Die praktische Prüfung unter den Augen des TÜVs haben sie mit dem neuen Floß ohne Probleme gemeistert.

„Wenn man die beiden beobachtet, hat man den Eindruck, die hätten in ihrem Leben nichts anderes gemacht“, schwärmt Sporrer geradezu. Auch seine anderen drei Floßführer haben die Kiste voll im Griff.

Im gleichen Atemzug geht Sporrer auf die Stadtführer ein: Für ihn hatte jeder Vortrag seinen eigenen Charme und Reiz. Dies wurde immer wieder von den Gästen bestätigt. „Wir sind auf die Fahrgäste und die verschiedenen Gruppen eingegangen“, so Sporrer. Es gab Zuhörer, die konnten nicht genug über Gegend, Fauna und Flora bekommen. Andere wollten einfach nur still die Natur genießen. Also war Spontanität angesagt.

Ruderübergabe: Alois Sporrer (links) hat vor der Saison das Floß-Kommando von Hans Hartung übernommen.

Auch führte Sporrer in seinem Rucksack immer ein oder zwei Ferngläser mit sich, die er gerne zur Verfügung stellte. „Manche Gäste waren richtig wissenshungrig, die haben alles in sich aufgesaugt“, so der Floß- Kapitän.

„Auf Corona musste natürlich auch reagiert werden“, erklärt Sporrer. So hat man frühzeitig zusätzliche Holzbänke eingebaut, um die Abstände zu gewährleisten. Und weil die Funk-Sprechanlagen für die Erklärungen nicht verwendet werden durften, improvisierten Sporrer und sein Team.

„Wir sind in Etappen gefahren. Wenn erklärt wurde, sind wir mit weniger Gas gefahren. Hatte der Sprecher Pause, ging’s etwas flotter.“ Kurz unterhalb Rossau war immer der Wendepunkt.

Eine Sonntagsfahrt musste allerdings sprichwörtlich ins Wasser fallen: „Die Wettervorhersage bewahrheitete sich. Es goss wie aus Kübeln“, erinnert sich Sporrer. Ursula Diesch von der Tourist Information, bei der alle Fäden in Sachen Planung und Anmeldung der Lech-Floßfahrten zusammenführten, machte den Gästen sofort ein Angebot, am nächstfolgenden Samstag die Fahrt nachzuholen. „Für dieses Alternativangebot gab’s von den Gästen großes Lob“, so Sporrer.

Wie von Ursula Diesch registriert wurde, nahmen in diesem Jahr insgesamt 1466 Gäste an 53 Fahrten teil. Trotz der Corona-Auflagen exakt die gleiche Anzahl von Fahrten wie im Jahre 2019.

Hans-Helmut Herold

Auch interessant

Kommentare