Einige Millionen Euro kommen heuer durch die Gewerbesteuer in den Haushalt der Stadt Schongau. Aus diesem Grund muss die Gewerbesteuer auch nicht erhöht werden.
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Fünf Gemeinden und Städte im Landkreis können sich über eine Förderung freuen.

Projekte nun realisierbar

Innenstadtbelebung: Förderung für fünf Städte und Gemeinden im Landkreis Weilheim-Schongau

  • VonWolfgang Schörner
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  • Christoph Peters
    Christoph Peters
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Mit dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ greift der Freistaat Kommunen in der Corona-Krise unter die Arme. Unter den erfolgreichen Bewerbern sind fünf Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Weilheim-Schongau.

Landkreis – Als Bauministerin Kerstin Schreyer am Freitagmittag per Pressemitteilung verbreiten ließ, welche Kommunen sich erfolgreich für eine Förderung durch den Sonderfonds „Innenstadt beleben“ beworben hatte, wussten die Betroffenen selbst noch nichts von ihrem Glück. So frisch die Nachricht war, so groß war freilich auch die Freude über den Geldsegen aus München. „Wir freuen uns natürlich riesig darüber“, sagte Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman.

Mit 624 000 Euro hat seine Stadt im Landkreis den mit Abstand größten Teil vom Fördertopf abbekommen vor Weilheim (240 000 Euro), Penzberg (224 000 Euro), Peiting (96 000 Euro) und Hohenpeißenberg (56 000 Euro). Insgesamt 100 Millionen Euro umfasst der Sonderfonds, den der Freistaat für die bayerischen Gemeinden und Städte aufgelegt hat, um den Folgen der Pandemie in den Innenstädten und Ortskernen entgegenzuwirken. Der Ansturm aufs Förderprogramm war groß, 279 Kommunen kamen letztlich zum Zug.

Große Freude in Schongau und Weilheim

Bis zum 10. Juni hatten sich die Gemeinden bewerben können und dabei angeben müssen, welche Projekte und Maßnahmen sie zur Stärkung ihres Ortskerns umsetzen wollen. In Schongau entschied sich der Stadtrat für vier Bausteine. Dazu gehörten unter anderem die Sanierung des Sonnengrabens und die Winterbelebung des Marienplatzes. 785 000 Euro betrug die Gesamtsumme der angedachten Maßnahmen. Bei einem Fördersatz von 80 Prozent „sieht es so aus, als könnten wir alle vier Bausteine umsetzen“, stellte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich am Freitagnachmittag mit Blick auf die Höhe der zugesagten Mittel erfreut fest. „Das ist natürlich großartig.“

Begeistert reagierte auch Jutta Liebmann, Leiterin des Amtes für Standortförderung, Kultur und Tourismus in Weilheim auf die Kunde aus München. Mit 240 000 Euro lasse sich einiges umsetzen, freute sie sich. Weil der Förderbescheid mit den genauen Details noch nicht vorlag, konnte Liebmann noch keine Auskunft darüber geben, welche der im Stadtrat vorgestellten Ideen finanziell unterstützt werden. Beworben hatte man sich unter anderem mit einem Projekt-Fonds, auch die Aktivierung von Brachen wie dem „Drei-Mohren-Stadel“ oder die Anmietung von leerstehenden Räumen zur Zwischennutzung standen auf der eingereichten Maßnahmenliste.

Diese Projekte sollen in Penzberg angepackt werden

Weitere 224 000 Euro sollen aus dem Sonderfonds nach Penzberg fließen. „Wir freuen uns, dass wir berücksichtigt werden“, sagte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU). Die Stadt Penzberg hatte ihm zufolge ein Paket geschnürt und eingereicht, in dem es zum Beispiel um die Aktivierung leer stehender Gebäude in der Innenstadt geht, um Leerstandsmanagement, um Digitalisierung bis hin zu einer neuen, modernen Weihnachtsbeleuchtung. Ein Teil davon wurde offenbar als förderwürdig anerkannt. Welche Projekte das sind, vermochte Korpan am Freitag nicht sagen, da der offizielle Förderbescheid noch nicht im Rathaus eingetroffen ist. Freude herrscht auch bei der Penzberger „Pro Innenstadt“-Vorsitzenden Monika Uhl. „Das ist klasse, es ist schön, dass Geld nach Penzberg fließt“, sagte sie. „Pro Innenstadt“ hatte mit anderen Einzelhändler-Verbänden den Anstoß für den Sonderfonds gegeben – er war Teil ihrer Petition an die Staatsregierung. Die Innenstädte der verschiedenen Kommunen, kündigte sie an, würden „weiter zusammenarbeiten und Dinge anschieben“.

Auch in Peiting nahm man erfreut zur Kenntnis, dass die Bewerbung für den Sonderfonds Erfolg gezeitigt hatte. Auch wenn der Geldsegen mit 96 000 Euro wesentlich geringer ausfiel als etwa in der benachbarten Lechstadt. Allerdings lag die Gesamtsumme der eingereichten Maßnahmen mit 256 000 Euro auch deutlich niedriger als in Schongau. Dass man immerhin rund die Hälfte bewilligt bekommen habe, fand Bürgermeister Peter Ostenrieder „eine super Geschichte“. Nun müsse man noch abwarten, welche Projekte genau gefördert würden. Unter anderem hatte sich die Gemeinde mit der Überarbeitung des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts und der Errichtung eines inklusiven Spielplatzes am Hauptplatz beworben.

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