Diese Collage haben die Müllsammler vom Bund Naturschutz, den Grünen und der SPD von ihrer Aktion gestaltet.
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Diese Collage haben die Müllsammler vom Bund Naturschutz, den Grünen und der SPD von ihrer Aktion gestaltet.

Frühjahrsputz von Bund Naturschutz, Grünen und SPD

50 Helfer und 60 Säcke

Dass jede Menge Müll an den verschiedenen Spazierwegen, aber auch im Schongauer Stadtgebiet die Umwelt verschandeln, ist nicht zu übersehen (wir haben mehrfach berichtet). Aber es ist ja nicht nur ein ästhetisches Problem, der Müll ist teilweise auch gefährlich.

Schongau - „Igel können in Plastiktüten ersticken, Jungvögel können verenden, wenn die Eltern Plastikschnüre im Nest verbauen. Glasscherben können Brände auslösen und Kinder können sich beim Spielen verletzen“, weiß Markus Keller von der Ortsgruppe Peiting-Schongau im Bund Naturschutz. Und: „Zigarettenstummel sind hochgiftig und vergiften das Wasser.“

Aber da der Müll vom Jammern nicht verschwindet, haben Bund Naturschutz und Grüne Schongau zum Frühjahrsputz in der Stadt aufgerufen – mit dem Schwerpunkt auf Grünanlagen und die Spazierwege rund um Schongau.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage durften bei der Aktion nur Familien, Paare und Einzelpersonen sammeln, „daher haben wir darauf verzichtet, weitere Vereine, Jugendgruppen oder andere einzubinden“, führt Keller weiter aus. Die Schongauer SPD, die unabhängig auf die Idee zu einer Sammelaktion gekommen war, hat sich dem Termin angeschlossen und um den Müll in und um die Altstadt herum gekümmert.

Bewährt habe sich laut Keller auch, nicht zu einer festen Uhrzeit zu sammeln: die Container standen das ganze Wochenende über bereit und es stand jedem frei, lieber vormittags, nachmittags oder erst am Abend zu sammeln – und auch am Sonntag waren noch ein paar Aktive unterwegs.

Bedanken möchten sich die Sammler in diesem Zusammenhang beim Bauhof der Stadt, der nicht nur die Container bereitgestellt hat, sondern die Sammler auch mit Zangen und Müllsäcken ausgestattet hat. Die Bilanz: rund 50 Helfer – auch aus Peiting und Altenstadt – haben mindestens 60 Säcke Müll zusammengetragen, dazu einige größere „Stücke“ und jede Menge Altglas, das direkt über die Altglascontainer dem Recycling zugeführt wurde. „Aber auch 50 Helfer können nicht das gesamte Stadtgebiet säubern, jeder kann seinen Beitrag leisten“, sagt Keller. „Nehmen Sie eine kleine Tüte mit, wenn Sie unterwegs sind, und sammeln Sie ein wenig Müll ein.“

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