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Ein Riesen-Spektakel war der Schongauer Faschingsumzug.
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Riesen-Spektakel in der Altstadt

5500 Besucher beim Schongauer Gaudiwurm

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Schongau im Faschingsfieber: 5500 Besucher haben den Gaudiwurm gefeiert, der sich gestern Nachmittag mit 28 Gruppen durch die Schongauer Altstadt geschlängelt hat.

Schongau – Zwei mannshohe pinkfarbene Elefanten rennen Händchen haltend im Hoppsa-Schritt durch die Schongauer Innenstadt: Sie sind unterwegs zum Höhepunkt des Schongauer Faschings – der Umzug in der Schongauer Altstadt, der die alten Gemäuer gestern einmal mehr zum Beben gebracht haben. Zugleich ist es das Heimspiel für „Prinz Lukas I. Musikmarschall vom Schongauer Hofstaat“ und „Prinzessin Bianca I. vom Wald der geselligen Leut“: In Schongau fahren Sie vorweg. Mit Hofstaat, sensationeller Prinzengarde, die neue Mini-Garde hinterher – und weitere 26 Gruppen. Da sage noch einer, der Fasching wäre tot.

Im Gegenteil: Bei blauem Himmel und himmlisch-warmen Temperaturen, stehen sich immerhin 5500. Menschen die Füße, Hufe, Krallen oder sonstiges an den Straßenrändern platt. Zu bewundern gibt es mit Highlight-Wagen wie dem Salome-Stangerltanz auch manch Altbekannte von anderen Umzügen. Macht nichts. Lustig ist es allemal.

Rot-weiße Tüte am Körper und auf dem Kopf. Popcorn im Haar: Das ist sie, die Schongauer Kino-Fraktion. Wiederauferstanden von den Toten. „Nein, ihr habt keinen Kater, in Schongau gibt’s wieder Filmtheater“, besagt das Schild am Popcorn-Wagen. Eine tolle Fußgruppe mit einer Mini-Persiflage auf die plötzlich-geheimnisvolle Wiedereröffnung des Schongauer Filmtheaters.

Ein Mini-Traktor hat den Nachwuchs für die Fußball-WM 2022 im Schlepptau. Und eine Krankenhaus-GmbH-Truppe ist mit Mega-Badewanne, gut gummibereit um die Hüften und behandschuht in Sachen Ölbad unterwegs. Der Wellness-Faktor kommt nicht zu kurz beim Schongauer Fasching. Das gilt im Übrigen auch für die kulinarische Fakultät, falls man Sekt zu Wellness und Kulinarik zählen darf.

Herrlich auch der Wagen der Schongauer JU, dieses Jahr ganz im Italien-Modus. „D’Essensauswahl in Schongau is riesengroß: Döner, Pizza oder Nudla mit Soß’“, nehmen die Christsozialen den Mangel an bayerischer Kiemen-Ware ins Visier. Ihr Fazit: „In den Geschichtsbüchern steht’s geschrieben, Schongau ist italienische Provinz geblieben.“ Ein moderner Rückblick, umrahmt von Pizzakartons und JU-Pizzabäckern. Die „Salamisierung Schongaus“ ist beschlossene Sache, Stadtchef wird, wer ein „Studium zu Pizzabäcker“ hat. „Bist bald Schongaus Oberchecker.“

Der lustige Fasching: Er kann eben auch mal kritisch-frotzelnd sein. Wie bei der Schongauer JU. Aber auch bei der Faschingsgesellschaft Epfach, die das Volksbegehren in Sachen Bienen-Schutz auf den Stachel nimmt: Die lässt die Landwirte im Sarg hinter dem Wagen herfahren. Der tote Bauer hängt im schwarzen Holzkasterl. „Landwirtschaft 2030“ ist darauf geschrieben.

Fasching zum Nachdenken. Macht trotzdem Laune. Auf den Miss(t)stand vor der eigenen Schongauer Altstadt-Haustür weisen Schongauer CSU-Mitglieder um Ex-Stadtrat Michael Eberle hin: Der Tauben-Vernichtungs-Trupp ist unterwegs in Schongaus Gassen. Hier wird manifestiert, was der echte Schongauer Stadtrat längst beschlossen hat.

Erstaunlich viele Fußgruppen, wie immer Pura Vida (diesmal mit Seifenblasenmaschine) und humanes Bumm-Bumm auf den Wagen. So muss Fasching sein. Dazu die Auftritte aller Garden aus dem Schongauer Umland.

Darunter auch die neue Schongauer Jugend-Garde, bei der zu „Cordula Grün“ mitgegrölt werden darf. „Ich hab sie tanzen gesehn.“ Wie wahr. „Tee“ oder „Fruchtkonzentrat“ – wie im Lied – ist allerdings gestern in Schongau Fehlanzeige. Prosecco und Bier: läuft.

Und garantiert auch Rotwein und Zigarre. Schließlich ist Schongaus Stadtchef an diesem Tag ein echter Mafioso – Falk Sluyterman und Frau Cordula stellen die heimliche Mafiosi-Regierung der Stadt. Erinnert irgendwie an den Wagen der Schongauer JU und daran, wie man in Schongau mit mafiös-pizzaösem Hintergrund Karriere machen kann. Prost! Salute! Und: Lech-Au!

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