Ehrungen beim ESV: Helmut Amelunxen (links) und Otto Brunner vom DESV-Bezirk (rechts) mit Jubilaren. Sitzend Konrad Müller, hinten Heinrich Forster (zweier von links), Hans Hunger, Schorsch Weihmayer, Erhard Klieber, Fini Glaser, Alfred Floritz, Josef Klostermaier, Emil Ascher, Thomas Hieke, Karl Feistner, Norbert Herz, Christoph Greiner und Uwe Müller.
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Ehrungen beim ESV: Helmut Amelunxen (links) und Otto Brunner vom DESV-Bezirk (rechts) mit Jubilaren. Sitzend Konrad Müller, hinten Heinrich Forster (zweier von links), Hans Hunger, Schorsch Weihmayer, Erhard Klieber, Fini Glaser, Alfred Floritz, Josef Klostermaier, Emil Ascher, Thomas Hieke, Karl Feistner, Norbert Herz, Christoph Greiner und Uwe Müller.

Ehrungen

60 Jahre Eisenbahner Sportverein Schongau: Kein Verein fürs Abstellgleis

Der Eisenbahner-Sportverein Schongau wurde vor 60 Jahren gegründet. Die Mitglieder haben das Jubiläum nun gefeiert. Viele von ihnen wurden wegen ihrer Treue zum Verein ausgezeichnet.

Schongau – Wenngleich er seit 60 Jahren besteht und die beste Zeit schon hinter sich hat, so sieht sich der Eisenbahner-Sportverein Schongau noch lange nicht auf dem Abstellgleis. Immerhin zählt er aktuell 232 Mitglieder. Die meisten davon kommen aus dem Schongauer Land. Zum Jubiläum kam aber auch ein Mitglied bis aus Limburg.

Aus dem westlichen Hessen ist Thomas Hieke bis nach Schongau gereist. Den viertägigen Aufenthalt in der Lechstadt legte er so, dass er an der 60-Jahr-Feier des ESV Schongau in der „Fischerstubn“ teilnehmen konnte. Hieke war früher 20 Jahre in Schongau und hat vor, wenn er in Rente kommt, wieder an den Lech zu ziehen. Beruflich arbeitet er noch bei der Bahn in Frankfurt.

Auszeichnungen beim ESV Schongau

Hieke erhielt beim Jubiläumsabend eine Auszeichnung des VDES Bayern-Süd. Das ist der Verband Deutscher Eisenbahner-Sportverein. Hieke war früher Spartenleiter der Abteilung Wandern. Mit der gleichen Auszeichnung wurde Christoph Greiner (Spartenleiter Fischen) bedacht. VDES-Bezirksvorstand Otto Brunner aus München überreichte zudem die Ehrennadel in Gold an Alfred Floritz. Die gleiche Urkunde bekommen Reinhold Jaser und Andreas Stanka, die bei der Feier nicht anwesend waren.

Auf die Geschichte des ESV Schongau blickte Helmut Amelunxen zurück. Er ist seit 2010 Vorsitzender des Vereines. 1960 gründeten 34 Mitglieder den Verein. Fünf von ihnen leben heute noch.

Man muss beim Rückblick in die Zeit der Gründung vergegenwärtigen, dass es damals am Bahnhof, im Betriebswerk der Bahn und in der Bahnmeisterei in Schongau 270 Beschäftigte waren. Der Wunsch, zwei Tennisplätze und zwei Kegelbahnen zu errichten, wurde Ende der sechziger Jahre beerdigt, als die Reformen den Bezirk Schongau mit voller Wucht erfassten. Die Auflösung des Bahnbetriebswerkes und die Stilllegung der Strecke von Schongau nach Kaufbeuren 1972 waren „schmerzliche Einschnitte“.

Der ESV Schongau hat derzeit acht Abteilungen. Die Sparten Fußball, Faustball und Schach wurden aufgelöst; das Stockschießen, Wandern und Tennis kamen dazu. In den sechs Jahrzehnten waren es nur vier Vereinsvorstände. Dies waren Josef Stiehle (1960 bis 1964), Eduard Mayer (1965 bis 1985) und Heinrich Forster (1986 bis 2010). Seit elf Jahren führt Helmut Amelunxen den Verein. Zusammen mit Bezirksvorstand Brunner nahm er die Ehrungen langjähriger Mitglieder vor.

Johannes Jais

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