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Sie halten der Kanu-Abteilung im TSV Schongau seit 60 bzw. 50 und 25 Jahren die Treue.

60 Jahre Kanuverein Schongau

Hobby mit Suchtgefahr

1957 hat Otto Wanner die Interessengemeinschaft Faltbootfahren unter dem Namen Kanu-Verein-Schongau gegründet. Längst zur Kanu-Abteilung im TSV Schongau umbenannt, haben die Mitglieder mit einem Drei-Tage- Programm das 60-jährige Jubiläum gefeiert.

Schongau – Der Samstag stand ganz im Zeichen des Jubiläums. Bürgermeister Falk Sluyterman und Gerd Malewski vom Bayerischen Kanu-Verband sprachen die Grußworte, langjährige Mitglieder wurden für ihre Vereinstreue geehrt. Nebenan auf der großen Tafel war die Kanu-Abteilung im TSV akribisch und übersichtlich aufbereitet.

Am Nachmittag, beim stressfreien Gaudirennen im Zweierkajak auf dem Lech-Stausee, hatten Mitglieder und Besucher der Jubiläumsfeier einen riesigen Spaß. Bei der Tombola mit 100 Losen war Glück gar nicht so wichtig. Jedes Los war ein Treffer.

Abteilungsleiter Karl Zwerger meinte, „ein solches Jubiläum ist wie Weihnachten, es kommt plötzlich und unerwartet“.

Vor den Ehrenmitgliedern Hubert Gans, Fritz Holzhey, Toni Schwarz und Helmut Wittman, Albert Käufl, Jürgen Mendl und Anton Schwarz ließ der seit Februar amtierende Vorsitzende 60 Jahre Vereinsgeschichte im Schnelldurchlauf Revue passieren. Er erinnerte an „die harten Kerle“, die Sinn für Romantik hatten, an den Bau des Vereinsheims 1968 und daran, dass sich der Verein längst als bayernweiter Ausrichter von Kajak-Rennen etabliert hat. Sport mit dem Kajak sei stets eine Herausforderung und „mit Suchtgefahr verbunden“.

Zwerger sagte auch, der Verein sei so, wie er dastehe, ohne das Engagement des Vorstandes und der Mitglieder nicht möglich. Gerd Malewski nannte in seinem Grußwort den Verein um Karl Zwerger einen „aktiven und prosperierenden Verein“. Der Ehrenvorsitzende des Bayerischen Kanu-Verbandes, selbst ein halbes Jahrhundert aktiver Kanufahrer, meinte, es gäbe doch nichts Schöneres als den Kanu-Sport. „Dabei die Natur genießen, ist ein unendliches Gut.“

Vereinschef Karl Zwerger hielt den Rückblick.

In Richtung des ersten Vorstandes sagte Malewski, „der Karl ist ein geschätzter Mann mit großem Rückhalt in der Familie“. Namens des Verbandes überreichte der Ehrenpräsident die Chronik „100 Jahre Deutscher Touring-Kajak-Club München“.

Falk Sluyterman erinnerte an das Jahr 2013. Damals, im Vorfeld zur Bürgermeisterwahl, habe ihm Friedrich Zeller geraten, „wenn Du Bürgermeister werden willst, dann fang mit den schönsten Ecken der Stadt an“. Also habe er als erstes das Grundstück mit dem Vereinshaus in der Rösenaustraße angeschaut. „Deswegen hab’ ich heut den Weg auch gleich gefunden.“

Sluyterman verriet zudem, dass er ehemals als Jurist bei der Bundesverwaltung für die Binnen-Wasserstraßen-Ordnung zuständig gewesen sei. Launig fügte er an, „das alles war nicht so wichtig wie die Aufwertung des Lido mit dem Kinderspielplatz“. Namens der Stadt und des Stadtrates überreichte das Stadtoberhaupt den Zinn-Wandteller der Stadt Schongau.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum wurden langjährige Mitglieder für deren Vereinstreue geehrt. Für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft, zugleich auch Gründungsmitglieder, wurden Lilli Wanner und Hermann Geiß von erstem Vorsitzenden Karl Zwerger geehrt. 50 Jahre sind Berta Menzel, Luise Wittmann, Stilla Glogger, Max Kneisl, Franz Sommerreißer und Ernst Lorenz mit dem Verein bzw. der Abteilung fest verbunden. Michael Lautenbacher, er zählt, so Zwerger in seiner Laudatio, zu den „jungen Wilden“, ist seit 25 Jahren aktives Mitglied im Verein. Alle bekamen sie von Zwerger je eine Flasche Wein und einen prächtigen Blumenstock überreicht.

Walter Kindlmann

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