1 von 23
Schaut einfach aus, ist es aber nicht: Norbert Kasch und Enkelin Wanda probieren ihre Koordinationsfähigkeiten am Stand von Schmoldt-Life-Kinetik.
2 von 23
War ein Blickfang: Der Stand vom Garten- und Landschaftsbau Andergassen, bei dem live für die Besucher ein Garten gepflastert worden ist – an beiden Tagen, Samstagabend wurde alles wieder rückgebaut.
3 von 23
Die Modenschau vom „Frauenzimmer“ sorgte für viel Applaus. Es gab auch Ballett- und Box-Vorführungen.
4 von 23
Eröffneten kraftvoll die Gewerbeschau: (v.l.) Christiane Resch (Orga-Team), Kornelia Funke (Stadträtin), Falk Sluyterman (Bürgermeister), Franz Andergassen (Landschaftsbau) und Friedrich Zeller (Stadtrat).
5 von 23
Nagelneu war der Fahrsimulator, den Katharina Braun bei der Verkehrswacht testete.
6 von 23
7 von 23
8 von 23

Hitze macht zu schaffen

8. Pfaffenwinkel-Gewerbeschau in Schongau: Gute Laune trotz mageren Besuchs

  • schließen

Ihre gute Laune hatten die meisten Aussteller bei der 8. Pfaffenwinkel-Gewerbeschau am Wochenende in Schongau nicht verloren, doch klar war auch: Die Resonanz war überschaubar, was vor allem am Wetter lag. Aber vielleicht auch am Aussteller-Angebot, das im Vergleich zu den Vorjahren arg geschrumpft war.

Schongau – Schön kühl – das dürften sich die meisten Besucher gedacht haben, als sie die Schongau Eishalle betraten, in der auch dieses Jahr wieder im jährlichen Wechsel mit Peiting die Gewerbeschau ausgerichtet wurde. Erster Hingucker war gleich der Stand vom Autohaus Becher, das statt großer auf kleine Autos setzte: Mit per Handy gesteuerten Drift-Racern gab es einen Anziehungspunkt, der manche magisch anzog – wobei die kleinen Flitzer so schwer zu steuern sind, dass sich manch kleiner, aber auch großer Besucher schwertat. Max Becher nahm den insgesamt mageren Besuch locker: „So hatten wir viel Zeit, uns um jeden einzelnen Interessenten zu kümmern.“ Ins Gespräch kommen war das Ziel, das habe geklappt.

Das sagt auch Franz Andergassen, Garten- und Landschaftsbauer aus Schongau: „Bei unserem Stand ist wirklich jeder, der vorbeigekommen ist, stehen geblieben.“ Kein Wunder, haben doch seine Mitarbeiter live vor Ort einen kleinen Steingarten gepflastert, am Samstagabend wieder abgebaut und am Sonntag erneut fertiggestellt. „Da können sich Interessierte ein Bild machen, wie das abläuft“, sagt Mitarbeiter Florian Thutewohl. Laut Andergassen, der mit seiner frisch zur Garten - und Landschaftsbau-Meisterin gekürten Tochter Carolin vor Ort war, sei der Stand erstmals in der Region aufgebaut gewesen. „Die Menge der Leute hat einfach gefehlt“, so sein Fazit. Was ihm aufgefallen ist: Es seien, außer der Peitinger Holzbaufirma HRW, keine Handwerker vor Ort, die so eine Lokalmesse eigentlich ausmachen.

Rätseln über mangelnde Ausstellerzahl

Auch Johann Hintermeyer vom gleichnamigen Autohaus rätselte, warum sich nicht mehr Aussteller angemeldet haben: „Wenn ich die Gelegenheit habe, mich zu präsentieren, muss ich das doch trotz boomenden Geschäfts wahrnehmen. Der Aufschwung kann auch mal zu Ende gehen.“ Der Sonntagvormittag sei vom Besuch recht ordentlich gewesen, aber jetzt, gegen 15 Uhr in der größten Nachmittags-Hitze, „will sich keiner freiwillig in ein Auto setzen“, ist er realistisch. Wobei es auch in Peitinger Gewerbeschauen schon heiß war und trotzdem mehr Besucher kamen. „Vielleicht, weil die Peitinger Eishalle zentraler liegt und man besser zu Fuß hinkommt“, mutmaßt Hintermeyer. Auch Ingo Krafsig vom Autohaus Merks & Krafsig sagt, „vor zwei Jahren war es genauso heiß und trotzdem waren mehr Besucher da. Für den Aufwand, den wir betreiben, ist das schon schade.“

Nagelneuer Fahrsimulator bei der Kreisverkehrswacht

Viel Aufwand hat auch Werner Hoyer von der Kreisverkehrswacht betrieben, um rechtzeitig für die Gewerbeschau den nagelneuen Fahrsimulator anbieten zu können. „Viel realistischer geht es nicht, vor allem kann man danach gleich in die Analyse einsteigen“, so Hoyer. Die 19-jährige Katharina Braun probiert es gleich aus – und fährt prompt einen Fußgänger an, der unvermittelt auf den Zebrastreifen getreten war. Hoyer erklärt ihr, dass sie nicht unbedingt zu schnell war und auch die Reaktion gepasst habe, „sie wäre auch nur minimal berührt worden. Aber eine leichte Verletzung ist da sicher.“ Papa Luitpold macht es anschließend besser und hält rechtzeitig vor einem Radfahrer an.

Nicht ganz so einfach ist auch die Übung, die Johanna und David Schmoldt von Life Kinetik anbieten: Kleine Bälle hochwerfen und über Kreuz wieder auffangen, das soll die Hirnwindungen auf Trab bringen. Wie schwer es ist, davon überzeugten sich Norbert Kasch mit Enkelin Wanda – und stärken auch ihren Rücken vom vielen Aufheben. Die Schmoldts loben die Organisation der Ausstellung, sagen aber auch, dass der Besuch vergangenes Jahr in Peiting trotz ähnlicher Hitze besser war.

Nur Gabriele Kammerer vom EMS Training direkt daneben kann überhaupt nicht klagen: Es seien zwar tatsächlich wenige Besucher da, „aber alle, die sich bei uns über unser ganzheitliches und persönlich zugeschnittenes Fitnesstraining informiert haben, haben einen Probebesuch geplant“. Wenigstens ein glückliches Gesicht.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Wildsteig
340 Bulldogs, 38 Autos und 54 Mopeds: Oldtimertreffen feiert Teilnehmer-Rekord
Zahlreiche Besucher hat die Landjugend Wildsteig in Zusammenarbeit mit den Oldtimerfreunden Rottenbuch-Wildsteig am vergangenen Festwochenende in und am Festzelt in …
340 Bulldogs, 38 Autos und 54 Mopeds: Oldtimertreffen feiert Teilnehmer-Rekord