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Die Sieger des ersten Schongauer Entenrennen. Von links: 1. Maximilian Müller (8), 2. Laura (3, mit Bruder) und 3. Lukas (4) mit Rotary-Präsident Karlheinz Gaisbauer.
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927 Enten sausen über 120 Meter Folie

Die Idee großartig, die Durchführung perfekt: Das erste Schongauer Entenrennen im Plantsch ist mit großer Begeisterung von den Badegästen aufgenommen worden. Der Rotary Club Schongau hat mit Unterstützung der Feuerwehr Schongau und dem Plantsch einen großartigen Wettbewerb aus dem Ärmel gezaubert. 927 Enten waren am Start – und das alles für einen guten Zweck.

Schongau – Das war eine Hammer- Veranstaltung im Plantsch: Die Organisatoren des Rotary Clubs Schongau hatten ja mit einer gewissen Anzahl an „Wasser-Enten-Rennbegeisterten“ gerechnet, aber diese Hoffnung ist weit übertroffen worden. Die nüchternen Zahlen vorneweg: Gute 1200 der kleinen gelben Enten sind im Vorfeld verkauft worden, genau 927 von ihnen haben am Rennen teilgenommen.

„Es wurden einfach auch Enten gekauft, um die gute Idee und Sache zu unterstützen“, erklärte Rotary-Präsident Karlheinz Geisbauer. Was aber selbst die Organisatoren vom Hocker gehauen hat, ist die Anzahl der verzierten Enten: Über 300 Stück haben Dr. Sven Kuhn und Dr. Fritz Meier von den Rotariern gezählt. „Da waren wahre Künstler am Werk, die sich kreativ ausgetobt haben“, so die Juroren. Von der Piraten-Ente, Punk- oder Igel-Ente über die Biene Maja bis hin zu einer Burkini-Ente. Von den vielen Glitzer-Enten ganz zu schweigen.

Die Jury hat es sich nicht leicht gemacht

Dass es die Jury da wahrlich nicht leicht hatte, versteht sich von selbst. Gute Lösung: Zu den geplanten ersten drei Preisträgern hat man noch drei dazugenommen und auf sechs aufgestockt.

Sabrina Exner hat mit ihrer Gärtnerente den 1. Platz belegt. Als Preis bekommt sie dafür einen limitierten Stein aus der Swarovski-Kollektion. Platz 2 belegte Emelie Aust, den 3. Platz Carina Winkelmair.

Zum Wettbewerb: An der Wellenrutsche im Plantsch überprüft Rotarier Sven Kuhn mit einem der Feuerwehrmänner die Stärke des Wasserlaufs. Die Männer wollen nichts dem Zufall überlassen, alles soll perfekt und vor allem für jeden der vier Vorläufe des Rennens gleich sein. Die Jugendfeuerwehr und ihre älteren Kameraden haben dazu schon am Vortag ganze Arbeit geleistet: 120 Meter Folie sind zwischen Rohren so verlegt worden, dass eine Rennbahn zwischen den Schwimmbecken verläuft. Und in gewissen Abständen hat man Wasserzuläufe angelegt. Schließlich sollen die Enten nicht auf dem Trockenen hängen bleiben.

Start frei für die Vorläufe

Start frei für die vier Vorläufe. „Wasser marsch“ für die Feuerwehr, dann werden die Enten auf der großen Wellenrutsche aus Körben auf die Reise geschickt. Dicht gedrängt neben der Bahn die Zuschauer. Jeder versucht, seine Ente zu entdecken. Anfeuerungsrufe werden laut. Das Rennfieber hat alle infiziert.

Plantsch Chef Andreas Kosian entpuppt sich mit seinem Handy als Jungfilmer. Am Ziel werden die ersten 50 eines jeden Vorlaufs registriert und dürfen am Endlauf teilnehmen. Es läuft wie am Schnürchen.

Der Endlauf steht an: Rotarier-Präsident Gaisbauer, der aufgrund seiner gekonnten Durchsagen am Mikrofon an diesem Tag eher an einen Hamburger Fischmarktverkäufer erinnert, kommentiert die spannenden Minuten: „Tigerente holt auf, Schongau-Ente überholt, Pink-Panther-Ente wird abgehängt.“

Eine Nacktente hat den Schnabel vorn

Beim Zieleinlauf hat jedoch eine Nacktente den Schnabel vorne. Die ersten 50 durchs Ziel schwimmenden Enten werden auf einem vorbereiteten Tisch wieder genau registriert. Alle werden einen Preis bekommen. Da steigt die Spannung nochmals um einige Grad höher. Schließlich winkt ein i-Pad als erster Preis. Dann der Aufschrei von Maximilian Müller aus Schongau: Der 8-jährige Bub, der von seinem Lehrer eine Ente geschenkt bekommen hat, entdeckt diese auf dem Tisch an erster Stelle. Überglücklich nimmt er den Preis entgegen.

Die Veranstaltung großartig, keiner ging sprichwörtlich baden. Nur – zwei dann doch. Dr. Sven Kuhn und Dr. Philipp Wagner, die beiden Ideengeber, wurden samt Kleider ins Nass geschleudert. Und Karlheinz Gaisbauer kommentiert ein letztes Mal: „Es war spannend, es hat Spaß gemacht, Fortsetzung folgt garantiert.“

Hans-Helmut Herold


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