1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schongau
  4. Schongau

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft im Oberland fordert: Gemeinwohl vor Gewinn

Erstellt:

Kommentare

Thema AbL-Gemeinwohl-Verpachtung: Rudolf Kühn (rechts) und Leonhard Zach übergaben Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Broschüre, in der die AbL ihre Position beschreibt.
Thema AbL-Gemeinwohl-Verpachtung: Rudolf Kühn (rechts) und Leonhard Zach übergaben Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Broschüre, in der die AbL ihre Position beschreibt. © Schubert

In einer bundesweiten Aktion haben Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ (AbL) für ein Umdenken bei der Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen, die sich im öffentlichen Eigentum befinden, demonstriert. Sie kritisieren, dass bisher der erzielbare Pachtzins bei der Auswahl des Pächters im Vordergrund steht.

Landkreis – Der Aidlinger Landwirt und Vorsitzende der „AbL-Regionalgruppe Oberland“, Rudolf Kühn, der auch im Vorstand der „AbL Bayern“ aktiv ist, hat mit seinem Ohlstadter Kollegen Leonhard Zach einen Forderungskatalog der AbL an Landrätin Andrea Jochner-Weiß übergeben. Er tat dies mit der Bitte, die Broschüre in der nächsten Bürgermeister-Dienstbesprechung mit entsprechender Erläuterung auszuteilen.

Kühn sieht die Kommunen in der Pflicht. Die Pächter landwirtschaftlicher Flächen nach Höchstgebot zu berücksichtigen, benachteilige bäuerliche Betriebe, weil so die Preise immer weiter in die Höhe getrieben würden. Sinnvoller sei es, ökologische, soziale und agrarstrukturelle Aspekte zu berücksichtigen.

Lokale Versorgungssicherheit weltweit

Dies sei auch wichtig für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, die in der Region produziert werden. Die AbL stehe für die lokale Versorgungssicherheit weltweit.

Die „AbL Bayern“ fordert bei der Verpachtung kommunaler Flächen zudem mehr Transparenz, sowohl bei der Ausschreibung, als auch bei der Kommunikation der Auswahlkriterien. Solche Kriterien könnten etwa die Zahl der Arbeitsplätze pro Hektar, die Biodiversität oder das Tierwohl sein. Der ausführliche Forderungskatalog steht auf der Website „www.abl-bayern.info“.

Besprechung mit den Bürgermeistern

Jochner-Weiß sieht für sich wenig Handlungsmöglichkeiten, da der Landkreis nur eine landwirtschaftliche Fläche besitze. Sie sagte aber zu, dass sie das Thema in der nächsten Dienstbesprechung mit den Bürgermeistern diskutieren will. Die Kommunen im Landkreis hätten viele Flächen und könnten bei der Neuverpachtung über die von der AbL geforderten Vergabekriterien nachdenken.

ALFRED SCHUBERT

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Schongau-Newsletter. Und in unserem Weilheim-Penzberg-Newsletter.

Die Heimatzeitungen im Landkreis Weilheim-Schongau sind unter „merkur_wm_sog“ auf Instagram vertreten.

Auch interessant

Kommentare