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Fünfmal die Durchschnittsnote 1,0  (v.l.): Vize-Landrätin Regina Bartusch, Marcel Gollnhofer, Christina Steber, Franziska Lehner, Marina Hoeft, Ines Schwendner und Schulleiter Thomas Schütz.

Abschluss Berufsschule Schongau

Wer Spaß hat, arbeitet gut

Eine stolze Bilanz kann die Berufsschule Schongau vorweisen: 47 von insgesamt 201 Absolventen hatten einen Schnitt besser als 1,5, fünf von ihnen erhielten mit der Traumnote 1,0 den Staatspreis.

Schongau „Ich habe keine Hoffnung mehr für die Zukunft unseres Volkes, wenn diese Zukunft von der leichtfertigen Jugend abhängt. Denn diese Jugend ist von einer unerträglichen Unverschämtheit und will alles besser wissen. Als ich jung war, brachte man uns gute Manieren und Respekt vor den Eltern bei. Aber die Jugend von heute will immer Recht haben und ist voller Widerrede.“ Diese harten Anfangsworte von Schulleiter Thomas Schütz entpuppten sich als Zitat von Sokrates, der sich vor etwa 2400 Jahren so zum Generationenkonflikt geäußert hat.

„Jede Generation hat die Jugend, die sie verdient. Und wer als Erwachsener damit nicht zufrieden ist, muss sich fragen, ob er vielleicht etwas falsch gemacht hat“, so Schütz, den die Geschichte lehrt: „Aus der Jugend von heute sind immer noch die Eltern von morgen geworden.“

Die Schule jedenfalls habe sich wieder alle Mühe gegeben, um die Schüler auf dem Weg zu einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu begleiten. Ziel war es, die Bereitschaft zu solidarischem Handeln zu fördern, die Fähigkeit zu vermitteln, sich in andere einfühlen zu können, und konfliktfähig zu sein, was sich in einer respektvollen und toleranten Haltung gegenüber anderen Menschen zeigen soll.

201 Schüler haben ihre zwei- bis dreijährige Ausbildung an der Berufsschule Schongau beendet, davon 191 mit Erfolg. Einen Dank richtete Schütz unter anderem an die Betriebe, die in der Region Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und der Steigerung der Lebensqualität leisten. Dem schloss sich auch die stellvertretende Landrätin Regina Bartusch an. „Sie haben eine Grundlage für den Berufseinstieg und den weiteren Bildungsweg gelegt und ich würde mich freuen, wenn viele von Ihnen ihre berufliche Zukunft im Landkreis sehen“, adressierte sie an die Absolventen.

Jens Wucherpfennig, Geschäftsstellenleiter der IHK Weilheim, wartete mit Statistik auf: „Aktuell fehlen bereits rund 4000 Fachkräfte in der Region, jedes zweite Unternehmen wird in den nächsten zwölf Monaten unter Fachkräftemangel leiden. Bildung ist wichtig!“, gab er den Absolventen mit auf den Weg. Und Spaß sei die größte Motivation, seine Arbeit gut zu machen.

Spaß hatten die Besucher auch an der Rede der Schülersprecherinnen Valeria Alles und Chiara Stehmann. „Wir sind am Ziel und die Lehrer sind am Ende“, fassten sie humorvoll zusammen. Ihre Mitschüler könnten stolz sein auf das, was sie geleistet hätten, und die Lehrer hätten einen guten Job gemacht, auch wenn das nicht immer jeder Schüler einsehen wollte. „Heute, hier und jetzt beginnt deine Zukunft. Sei kreativ, verrückt, überrasche dich selbst. Gestalte dir deine Zukunft so bunt, wie es für dich am besten ist und dir gut tut!“, ermutigten sie ihre Mitschüler.

Die besten von Ihnen erhielten im Rahmen der Abschlussfeier, die vom Schulchor unter der Leitung von Galina Christiani musikalisch umrahmt wurde, aus den Händen von Michael Walter und Matthias Hechenberger ihre Abschlusszeugnisse. Die fünf Staatspreise wurden durch Regina Bartusch und Thomas Schütz überreicht.

Ursula Fröhlich

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