Fröhlich
+

Abschluss Mittelschule Schongau

Lernen und Genießen als Geheimnis des Lebens

Glückliche Gesichter und viele ermutigende Worte gab es anlässlich der Zeugnisübergabe der Mittelschule Schongau am Freitagabend im Jakob-Pfeiffer-Haus.

Schongau – Die Schüler der vier Abschlussklassen, je zwei mit Quali und mittlerer Reife, hatten ihre Abschlussprüfung erfolgreich hinter sich gebracht und werden im Herbst ins Berufsleben starten. Ihnen attestierte Schulleiter Frank Pfaffenberger gute berufliche Aussichten. „Noch nie gab es so viele Lehrstellen für so wenige Bewerber“, meinte er. So verlassen in diesem Schuljahr sogar sechs Schüler des M-Zweigs nach der 9. Klasse die Schule, da sie bereits eine Lehrstelle gefunden haben.

Den Schülern gab er ein Zitat von Richard David Precht mit auf den Weg: „Lernen und genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt. Genießen ohne Lernen verblödet.“ Die Schüler sollten ihre Chancen nutzen und die in der Schule geübte soziale Verantwortung auch ins Leben außerhalb der Schule übertragen, sich in Vereinen, Organisationen oder politisch engagieren, so Pfaffenberger.

„Unsere Region braucht dringend qualifizierte und motivierte Fachkräfte. Nichts ist so wichtig, wie eine solide Ausbildung“, betonte auch Bürgermeister Falk Sluyterman in seinem Grußwort als Vorsitzender des Schulverbands. Auch Misserfolge gehörten zum Berufsleben. „Starten Sie durch, lassen Sie sich nicht aus der Bahn werfen und setzen Sie Ihre Ressourcen effektiv ein“, adressierte er an die Schüler. „Jeder von euch wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher“, betonte Elternbeiratsvorsitzende Jeanette Kutzer-Sutter. Aber auch die Eltern hätten mit dem Schulabschluss etwas zu lernen: loszulassen.

Einen Dank für die schönen Jahre richteten die Schülersprecherinnen Christina Coban und Elisabeth Nuscheler an alle Verantwortlichen der Schule. Man habe in den letzten Jahren viele kluge Sachen gelernt, aber auch viel Mist gemacht. „So wie wir sind, sind wir doch zumindest heute Abend vorzeigbar, oder?“, fragten sie in die Runde und legten Wert auf die Feststellung, dass die Mittelschule als Schule mit Courage und gegen Rassismus ihnen wichtige Aspekte des menschlichen Zusammenlebens aufgezeigt hätte.

Einen Dank gab es auch für die Lehrer Frau Sand und Herrn Tyll, die sich besonders für die musikalische Gestaltung des Abends beziehungsweise für die Prüfungen engagiert hatten und die „gute Seele“ der Schule im Sekretariat, Gerlinde Settele. Und auch die Firma Hörbiger mit Kerstin Giebel sowie die Frank-Hirschvogel-Stiftung mit Stephanie Weiser waren bei der Feier mit von der Partie. Erstere zeichnete die besten Projektprüfungen der Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales aus, letztere die besten Abschlussprüfungen in den Bereichen.

Ursula Fröhlich

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare