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Die ausgezeichneten Schüler mit Schulleiter Armin Eder (r.).

Abschluss Pfaffenwinkel-Realschule

Die Eltern als Stahlträger

„Es ist für mich die beste Jugend aller Zeiten“: Der Stolz auf „seine Abschlussschüler“, die am Freitagabend feierlich in der Lechsporthalle verabschiedet wurden, stand Realschulleiter Armin Eder ins Gesicht geschrieben.

Schongau Für die Schulzeit der 151 Absolventen der Pfaffenwinkel-Realschule, von denen viele aufs Gymnasium wechseln, zog Eder Parallelen zum kürzlich fertig gestellten Neubau, „nachdem das Ergebnis bei beidem mehr als erfreulich ist“. Sind es beim Neubau die Stahlträger, die das Fundament sichern, so sei das Fundament bei den Schülern von den Eltern gelegt worden. Wer mit Liebe, Zeit und Geduld aufgewachsen sei, „ist fundamental auf das ereignisreiche Leben vorbereitet – den haut nichts um, nicht einmal die Schule“.

Diese Basisausstattung habe das Lehren erleichtert, und die Schüler würden ein Leben lang davon profitieren. Es schütze zwar nicht vor Schicksalsschlägen, die man nicht wie ein Problem lösen könne, diese müsse man ertragen. „Dazu dient euer Glauben, welcher es auch sein mag.“ Deutlich machte der Schulleiter in diesem Zusammenhang seinen Dank an Ministerpräsident Markus Söder, der das Anbringen eines Kreuzes in einem öffentlichen Gebäude angeordnet hat. Natürlich werde auch den Neubau mindestens ein Kreuz zieren.

Die Grundschulzeit verglich der Schulleiter mit dem Keller des Gebäudes, „da sieht man schon, wohin die Reise geht“, ob Landhaus in Grünwald oder solides Reihenhaus. Danach sei fast täglich das Wachsen des (Lebens-) Baus zu bestaunen gewesen. Einige hätten beeindruckende Extras eingebaut, in dem sie als Tutoren, Schulsanitäter, Streitschlichter, SuSI-Tutoren oder in der SMV aufgetreten seien oder an einem Religionsprojekt teilgenommen haben.

Mit Geschichten von einigen Schülern machte Eder deutlich, wie besondere Persönlichkeitsmerkmale entwickelt werden können: Eine Schülerin hatte sich bei der Polizei beworben und stand vor der ihr fast unlösbar scheinenden Aufgabe, den Schwimmtest zu bestehen, der in die Vorbereitungszeit für die Abschlussprüfungen stand. Doch sie trainierte jeden Tag. Am Ende unterbot sie die Mindestzeit um 15 Sekunden. Eine andere Schülerin habe mit ihrem unerschütterlichen Optimismus als „Mrs. Sonnenschein“ täglich jeden mit ihrer positiven Energie und Freundlichkeit förmlich „angesprungen“. Und als „Womanizer“ mit einer „zuverlässigen, vernünftigen und ehrlichen Art“, der die Interessen der Schüler als deren Sprecher gut, aber auch energisch vertreten habe, würdigte Armin Eder Markus Fichtl.

Als „Vorarbeiterin (Schülersprecherin), wie man sie sich nur im Traum wünschen kann“, bezeichnete der Schulleiter Magdalena Echter. Mit einer „Stimme wie Helene Fischer“, so Eder, präsentierte das Nachwuchstalent unter anderem ihren selbst geschriebenen Song „Was bleibt“ und erntete damit vom Publikum am Festabend in der fast voll besetzten Lechsporthalle tosenden Applaus. Ebenso begeisterten mit ihren Stimmen Samira Höfler und Melissa Breit.

Mit Preisen für die Besten wurden Margit Heiland (Note 1,00), Nicol Heinen (1,08), Amelie Schmidt (1,08) und Hannah Socher (1,09) ausgezeichnet, ebenso Eva Maier (1,5 kaufmännischer Bereich) und Thomas Bach (1,7, technischer Bereich). Ebenso wurden Preise durch die Frank Hirschvogel-Stiftung und die Firma Hörbiger überreicht. Grußworte kamen auch von Schongaus zweitem Bürgermeister Tobias Kalbitzer, dem zweiten Elternbeiratsvorsitzenden Stefan Zöllner und Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Myrjam C. Trunk

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